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Kapitel 401011 Naturzeugnisse

Der Nordpol (Am 11. Oktober 1840)

[NZ 401011.1] Unter allen Erscheinungen auf irgend einem Weltkörper, somit auch auf der Erde, ist keine so vielbedeutend als die Erscheinungen, die sich auf den Polen der Weltkörper ergeben, und von den Polen aus auch über die ganze Oberfläche eines Weltkörpers in allen sonstigen Erscheinungen vorherrschend sind.

[NZ 401011.2] Diese Erscheinungen, welche von dem Nordpol herrühren, welcher besser der bejahende Pol genannt werden sollte, sind - zunächst dem Pole selbst - die Nordlichter; ferner die auf allen Punkten der Erde Wirkende magnetische Kraft; zunächst dem Pole wieder das Eis, und die fortwährend herrschende große Kälte; ferner die sogenannten Passatwinde, wie auch die Entstehung so manch heftiger von den nördlichen Gegenden herziehenden Wolken und Ungewitter, und nach diesen rühren noch allerlei Erscheinungen mehr oder weniger von den Polarkräften irgend eines Weltkörpers ab.

[NZ 401011.3] Bevor wir jedoch diese starre Gegend der Erde mit geistigen Augen ansehen wollen, ist es nötig, dieselbe zuvor mit den Augen des Fleisches näher zu beleuchten.

[NZ 401011.4] Ein Pol eines Weltkörpers ist derjenige Punkt, der die meiste Ruhe unter allen Punkten der Erde oder irgend eines Weltkörpers hat. - Er ist immer so gestellt, daß er dem Lichte und der damit verbundenen Wärme aus der Sonne am wenigsten ausgesetzt ist, und steht beinahe in demselben Verhältnisse zu einer Sonne, als so jemand sich vor ein Licht stellen würde, so zwar, daß dasselbe gerade seinem Bauche gegenüber stände.

[NZ 401011.5] In dieser Stellung würde dann der Scheitel seines Kopfes den Nordpol, die Sohle seiner Füße aber den Südpol darstellen, und gerade so ist es denn auch mit einem Erdkörper im Verhältnisse zu einer Sonne. Betrachtet ihr nun die Verrichtungen eures Kopfes und in entgegengesetzten Falle auch die eurer Füße, so könnt ihr dennoch schon eine ziemliche Vorstellung vom Nordpole, wie auch von seinem Gegner machen.

[NZ 401011.6] Da auf diese Weise weder Licht noch Wärme die Pole der Erde erleuchten und erwärmen kann, so versteht es sich von selbst, daß in Ermangelung dieser Beiden nichts als ewige Kälte und mit der auch eine ununterbrochene Nacht fortwähren muß, welche Nacht nur durch das matte Geschimmer der Sterne und die an solchem Punkte fast beständig fortwährenden Nordlichter erhellet wird. -

[NZ 401011.7] Die Gegend des Poles bietet einen großen trichterartigen Krater, der im Durchmesser hundertundachtzig Meilen beträgt (oben am Trichter).

[NZ 401011.8] Dieser Krater ist ringsherum von den schroffsten Eisbergen und Klippen umlagert, so zwar, daß es nie auch je einem Sterblichen gelingen wird - in diese geheimnisvolle Gegend der Erde zu dringen, und da soll jeder verwegene Forscher den Tod seines Leibes dreifach finden. Wird er sich auch verwahren mit Nahrung und Erwärmungsmitteln, so wird ihm doch dieses alles nichts nützen; denn die Kälte ist da so groß, daß selbst was immer für Nahrungsmittel und Brennmaterialien so sehr erstarren würden, daß sie unmöglich mehr zum Gebrauche geschickt wären; denn selbst ätherische Öle gefrieren dort in einer Sekunde zum festesten Steine, und das Holz wird ebenfalls in einem Augenblicke durch und durch mit Eis so sehr überzogen, daß es unmöglich mehr zum Brennen kann gebraucht werden; und was mit dem Holze geschieht, das geschieht auch mit jedem andern Brennmateriale, denn so schon Niemand bei euch eine Kälte von 33 Graden nach eurer Messung aushalten kann, was wird er erst machen, wenn die Kälte 90 Grade und darüber erreicht hat?! -

[NZ 401011.9] Daher, wie schon erwähnt, wird es Niemand gelingen, jemals diese Gegend mit den Augen des Fleisches anzuschauen; wohl aber der, der in Meiner Gnade und Liebe steht, dessen geistiges Auge wird dahin und weiter noch in größter Klarheit blicken können. -

[NZ 401011.10] Jetzt, - woher rührt denn, oder was ist denn eigentlich 'Kälte?'

[NZ 401011.11] Sehet, alle Definitionen und Bestimmungen, welche je von irgend Naturgelehrten aufgestellt worden sind, sind ebenso gut, als wenn davon nie jemand etwas gesprochen hätte; denn die Kälte ist weder ein eigentliches Fluidum, so wenig als es die Wärme ist, noch viel weniger ist sie die Abwesenheit der Wärme, sondern sie ist nichts als eine Wirkung der außerordentlichen Verdichtung der Luft, so wie die Wärme und die Hitze nichts ist, als gerade das Gegenteil, nämlich eine außerordentliche Verdünnung der Luft. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um die Verdichtung der Luft in allen ihren Teilen.

[NZ 401011.12] Dieses kann aber durch keine mechanische Vorrichtung je bewirkt werden, weil einige Teile, aus denen die Luft besteht, so sehr kompressibel sind, daß sie sich ohne den geringsten Widerstand bis in ein Minimum zusammendrücken lassen, und wieder andere Teile der Luft dagegen wieder so beschaffen sind, daß sie keinen gar zu großen Druck erleiden, außer daß sie nicht alsogleich erregt werden, und dann was immer für einen noch so massiven Press-Apparat mit der größten Leichtigkeit allsogleich zersprengen möchten.

[NZ 401011.13] Eben so verhält es sich auch mit der Verdünnung der Luft. Ihr könnt wohl die erregbaren Teile der Luft hinausschaffen durch eine sogenannte Luftpumpe, was aber die feinen ätherischen Luftteilchen betrifft, so sind diese nie gänzlich aus irgend einem Raume zu bringen und in ihren Hülschen so sehr zu erregen, daß sie dieselben zersprengten, und dann als helles sichtbares Feuer frei heraustreten möchten; und würde es auch bei der Anwendung großer Kraftwerkzeuge jemanden gelingen, so würde bei solcher Zersprengung dann ebenfalls alsbald eine gänzliche Vernichtung eines solchen Instrumentes erfolgen.

[NZ 401011.14] Dieses Alles vermag nur das Licht, wie auch der gänzliche Mangel des Lichtes. - Sehet, das ist denn auch die Ursache der Kälte der Polargegenden, wie auch im entgegengesetzten Falle der Hitze des Äquators.

[NZ 401011.15] Um dieses recht zu begreifen, müsset ihr wissen, daß der Sonne zweierlei Arten von Strahlen entströmen, nämlich erstens solche, welche von jedem Punkte der Sonne sich nach allen möglichen Seiten unter allen möglichen Winkeln ausbreiten; aber zugleich geht auch von jedem Punkte der Sonne ein Strahl in paralleler Richtung, und dieser Strahl ist gleichsam der Kern der Strahlen der Sonne, und führet allein diejenige Kraft mit sich, die ihr Wärme nennt; dem ist aber nicht so, sondern er ist nur deswegen der stärkste und daher auch zur Ausdehnung am geschicktesten, weil er der Kernstrahl ist. Es können demnach die schiefen Strahlen hinfallen, wohin sie wollen, so werden sie aber doch wenig ausdehnende Kraft besitzen, weil die Kernstrahlen mit ihnen nie eine größere Ausdehnung erhalten, vermöge der schiefen Fläche, auf welche sie fallen; und nur in jenen Gegenden, die gerade unter der Sonne sind, fallen die Strahlen gerade auf dieselben und bewirken da die größtmöglichste Ausdehnung der Luft. Wenn aber die Luft an den Gegenden des Äquators dadurch immerwährend ausgedehnt wird in allen ihren Teilen, so geschieht es dann, daß sich die ganze Masse der Luft hinzieht oder vielmehr hingedrängt wird in die Gegenden der Pole der Erde, wo dann die größte Verdichtung der Luft in allen ihren Teilen stattfinden muß; woher dann eben die ununterbrochene Kälte herrührt, und zwar gewisserart periodisch, was ihr daraus ersehen könnet, daß, wenn fürs Erste die Erde mehr ihre Polargegenden unter die Sonne geschoben hat, so wird auch die Luft in denselben mehr und mehr ausgedehnt, und es wird in den Polargegenden erträglich; was aber den Pol anbelangt, so wird gerade da im Krater selbst die Kälte am heftigsten. Wenn aber die Sonne wieder mehr über die südlichen Gegenden zu stehen gekommen ist, so wird dann in den Polargegenden aus schon bekannter Ursache die Kälte so groß, daß dieselbe am achtzigsten Grade der nördlichen Breite kein lebendes Wesen auszuhalten vermag.

[NZ 401011.16] (Fortsetzung:) Am Pole selbst aber, wo der Druck am heftigsten wird, erregt sich die Luft, zersprengt ihre Hülschen und wird zu einem Feuermeere; wenn da solches vor sich zu gehen anfängt, so ergreift dann dieses Feuer die ihm angrenzenden Luftregionen in elektrischer Schnelle und entzündet dieselben je nach den dichtesten Gefügen, und diese Erscheinung gibt dann das sogenannte 'Nordlicht' ab. Über dem Pole selbst brennt solches Licht immerwährend zur Winterzeit, jedoch in die Polargegenden strömt es gewissermaßen nur periodisch über, und zwar nachdem sich gewisse Zweige der Luft mehr und mehr bis zu dem Nordpol selbst hin verdichtet haben, welche zweigartige Verdichtung von der verschiedenen Bewegung der Luft durch was immer für Ursachen bewirkt wird.

[NZ 401011.17] Daß das Nordlicht blitzähnliche Bewegungen macht, das liegt in der zweigartigen Verdichtung der Luft; das fast allezeit rötliche Nordlicht, auch begleitende grünlich-weiße oder bläulich-weiße Licht ist eine Folge der ätherischen Entzündung der schon bekannten höchst elastischen Lufthülschen. -

[NZ 401011.18] Nun sehet, das wäre bis auf den Magnet und bis auf die Passatwinde die Gestalt und Beschaffenheit des Poles, und vorzugsweise des Nordpoles.

[NZ 401011.19] Was die Passatwinde anbelangt, so könnt ihr euch daraus dieselben leicht erklären, wenn ihr darauf Rücksicht nehmet, daß die Luft, sobald die Sonne über dem Äquator zu steigen anfängt, immer mehr und mehr durch ihre Kernstrahlen ausgedehnt wird, und der großen Last der um den Nordpol lagernden Luft nicht mehr das Gleichgewicht halten kann. Fraget euch nun selbst, was da geschehen kann! Nichts anderes, als daß die Luft von den Polargegenden sich dahin ergießt, wo der Verdichtugsprozeß vor sich geht und dieses Strömen so lange dauert, bis das Gleichgewicht mehr oder weniger hergestellt wird.

[NZ 401011.20] Wenn dann zur Zeit des Herbstes die Sonne wieder zurückweicht über den Äquator - was muß da geschehen? Da werdet ihr sagen, da müssen ja wieder Passatwinde kommen, und zwar von umgekehrter Richtung her; allein es ist dem nicht so, es kommen wieder Passatwinde, aber nicht von Süden, sondern abermals wieder von Norden, und zwar aus den Ursachen: weil die Sonne mit ihrer ausdehnenden Kraft immer mehr zurückweicht, so muß sich ebenfalls die um den Nordpol gelagerte Luftmasse, die sich während der Sommerszeit beinahe kegelförmig über den Nordpol aufgetürmt hat, wieder nach allen Richtungen gegen den Äquator hin notwendigerweise ergießen; denn es geschieht da nicht ein Austausch der Südluft mit der Nordluft, sondern die Nordluft hat ihre schon höchst verdünnte Grenze am Äquator und so ebenfalls die Südluft; und strömt auch unter dem Äquator Nordluft, so ist sie aber doch nicht Nordluft, sondern Südluft, und wird alldort wie hier die Nordluft von der Sonne nach verschiedenen Richtungen, aus schon bekannten Ursachen, zu strömen genötigt. -

[NZ 401011.21] Nachdem wir nun die Passatwinde näher beleuchtet haben, so bleibt uns nur noch der Magnet übrig; jedoch eben beim Magnet erschließt sich der transzendente Punkt aller schon bis jetzt erörterten Beschaffenheiten und Erscheinungen des Nordpoles.

[NZ 401011.22] Was ist eigentlich der Magnet? - Sehet, das ist eine Frage, welche von vielen tausend Gelehrten gestellt wurde, und wurde auch mit vielen tausend nichtssagenden Antworten beantwortet, welche Antworten der Wahrheit der Sache samt und sämtlich viel entfernter lagen und noch liegen, als die Frage selbst.

[NZ 401011.23] Es läßt sich aber die Erscheinung des Magnetes durchgehends nicht auf natürliche Weise erklären, da in dem ganzen Magnet ebenfalls durchgehends nichts Materiell-Natürliches (als magnetwesentlich) vorhanden ist. -

[NZ 401011.24] Es ist demnach der Magnet nichts anderes, als das Leben der Liebe der in der Materie überall haftenden Geister; und da es gerade gegen die Polargegenden von Grad zu Grad immer friedliebendere Geister gibt, so vermehrt sich dieses Leben der Liebe. Diese friedliebenden Geister sind demütige Geister, und scheuen jede Art sich aufzublähen und in dieser Aufblähung größer sein zu wollen als andere sie umgebende Geister. Daher fliehen sie auch sorgfältig alsbald jede Gelegenheit, welche dazu dienen könnte, daß sie sich eins über das Andere erheben möchten; daher scheuen sie auch sorgfältig alles naturmäßige Licht, und ziehen sich gewisserart von diesem so viel wie möglich zurück; und alles Licht und alle Wärme, welche sie auch immer in sich aufnehmen, lassen sie alsobald weiter strömen an jene Geister, denen Liebe und Weisheit mangelt; und dieses bereitwillige (Weiter)Geben des Empfangenen von Mir ist der Zug der euch ersichtlichen magnetischen Kraft.

[NZ 401011.25] Wenn es denn nun geschieht, daß solche Friedensgeister in ihrer liebetätigen Wirkung sich sehr vereinigen, so geschieht dann diejenige Erscheinung des Nordlichtes, die vorher dem fleischlichen Auge beleuchtet wurde, und das zwar darum, weil sie durch ihre Liebe allezeit eine Menge unruhiger Geister aus der Materie an sich ziehen, wie gleichsam in eine Schule der Besserung, um sie vorzubereiten zum Eintritte in das prüfende Leben der Materie; so geschieht es dann, daß bei solcher Liebeswirkung auch verdorbene Geister verstorbener Menschen, namentlich solcher, die sogenannte Intrigen aller Art während ihres Lebens gespielt haben, sich dann mit erheben unter die Scharen solcher liebewirkenden Geister, und wollen dann dieselben ebenfalls durch allerlei Intrigen und liebescheinende Bewegungen auf ihre Seite bringen, - allein die Liebe ist scharfsinnig und empfindet in ihrer Reinheit alsobald die Schmarotzer in ihr; darauf werden solche böswillige Geister alsobald ergriffen und von den Friedensgeistern über dem Nordpol so sehr beengt, daß dieselben solchen außerordentlichen Druck nicht mehr erleiden können. Alsdann entzündet sich der böse Wille solcher Geister, und tobt dann mitten unter den Friedensgeistern als ein großartiges Feuer wie dem Krater eines Vulkans entsteigend; das geschieht allezeit genau in der Mitte des Nordpols denn vom Südpol gilt dieses nicht, sondern davon wird erst nächstens erwähnt werden.

[NZ 401011.26] Nun würdet ihr fragen, warum denn gerade über der Mitte des Nordpoles? Dieses geschieht deswegen, weil diese böswilligen Geister sich so viel als möglich in ihrer Böswilligkeit dunkel halten, um nicht auch nur bei einem leisen Lichtflimmern in ihrer Schändlichkeit entdeckt zu werden, da eben in dieser Nordpolvertiefung die größte Dunkelheit herrscht physisch und somit auch geistig. Wenn daher die Liebes(Friedens) Geister solches Gesindel unter sich alsobald gewahr werden, so vereinigen sie sich in ihrem Liebetätigkeitswollen, lassen dann ihr Licht und ihre Wärme auf schon besagte Weise ausströmen, was nämlich schon bei der Entstehung des Nordlichtes bemerkt wurde; dadurch werden nun die Böswilligen durchleuchtet, und können unmöglich mehr ihr Böses verbergen, da vereinigen sich dann die Friedensgeister und stürzen auf die herumflatternden Schmarotzer nieder, und wollen sie zur Ruhe bringen. Allein diese entzünden sich dann alsbald in ihrem Ärger über die Entdeckung ihrer Bosheit von den Friedensgeistern, und brechen dann gleich einem gewaltigen Feuerstrome empor, und brennen so lange, bis sie sich in ihrem bösen Eifer aufgezehrt haben; alsdann werden sie ihrer Hitzigkeit wegen alsobald von den Friedensgeistern von dem Wasser ihres Liebeswillens umfangen und als ewiges Eis mit der Polargegend vereinigt. -

[NZ 401011.27] Was den Krater des Nordpols betrifft, so sieht dieser am meisten ähnlich der Einmündung eines Apfels, wenn ihm der Stil ausgerissen wird, und geht da eine solche Mündung in einem Kanal von einem Durchmesser von taufend Klaftern sich immer mehr und mehr beengend bis in den Mittelpunkt der Erde und ist gleichsam der Mund der Erde, durch welchen sie ihre gedeihliche Kost aus den unendlichen Räumen, welche erfüllt sind von Meiner Barmliebe, saugt, und der Südpol, so ihr es annehmen wollt, gleicht demnach dem Entleerungskanal (Erdafter); doch worin diese Kost besteht, wird euch erst später einmal bei der Enthüllung der Sonne (und der Erde) gesagt werden.

[NZ 401011.28] Es wäre demnach nur noch etwas über die von dem Menschen erfundene Magnet-Nadel (Kompass) zu berichten. Seht, die Antwort auf diese Frage - Warum die Nadel immer nach Norden kehrt, ist leichter, als ihr euch denkt.

[NZ 401011.29] Ein gemeines Sprichwort sagt: Gleich und gleich gesellt sich gern. - Sehet, darinnen liegt der ganze Grund dieser Erscheinung. Im Eisen, wie in manch anderen Metallen, befinden sich ebenfalls zur Sänftigung bösartiger Geister Friedensgeister, die mit den Polargeistern gleiche Eigenschaften haben.

[NZ 401011.30] Obschon sie da nützlich die Geister dieses Metalls vor vernichtender Aufbrausung bewahren, so haben sie aber doch einen immerwährenden Zug zu ihren Brüdern, und dieser Zug offenbart sich danach auf dieselbe Weise, wie wenn ihr eine elektrische Maschine in den Umschwung bringet, wodurch dann ebenfalls Geister entbunden werden, und zu ihren noch gebundenen Geistern in irgend einer Materie als Metalle und andere Elektrizität leitende Körper treten oder übergehen, und sich nach Bedarf und Beschaffenheit der dort vorfindlichen verwandten Geister kürzer oder länger aufhalten, und so lange sie alldort vorhanden sind - eben auch andere Körper anziehen, was nichts anderes ist als ein Geweckt-werden ähnlicher Geister in anderer Materie, welche dann alsobald, als sie das Vorhandensein ihrer Verwandten in den anderen - nach eurem Kunstausdrucke - 'elektrisierten' Körpern gewahren, sich auch alsobald dahin begeben, oder sich vielmehr von den dort freigewordenen anziehen lassen, bei welcher Gelegenheit ihre Umhüllung natürlicher Weise das Los mit ihnen teilt oder vielmehr teilen muß. -

[NZ 401011.31] Sehet, das ist nun Alles, was euch und allen Menschen bis zu diesem gegenwärtigen Zeitpunkte unbekannt war, - und dieses ist auch das Allerwesentlichste, was die Polarität eines Erdkörpers betrifft, und zwar beschaffenheitlich und eigenschaftlich.

[NZ 401011.32] Was jedoch noch andere Wirkungen, die vom Nordpole herrühren, betrifft, von denen noch nie Jemand eine Ahnung hatte und somit auch ihr nicht, wird ferner bei der Erörterung das Südpoles klärlich dargetan werden. -

[NZ 401011.33] Alles dieses Gesagte wird freilich dem Weltverstande mehr oder weniger als eine pfiffig ersonnene Hypothese klingen; allein für den Weltverstand hab' Ich es auch nicht gegeben, sondern für ein liebevolles, demütiges, gläubiges Herz; und wenn nun dieses Herz sich erst den Verstand vollends zum willigen Untertan gemacht haben wird, alsdann wird es erst in sich gewahr werden, wie groß die Aussage eines jeden Buchstabens dieser Mitteilung ist. Denn, was der Menschenverstand euch sagt und erklärt, damit hat es auch schon mit der Erklärung ein allezeit ewiges nichtiges Ende, und es liegt nicht mehr in ihr, als das Nichts selbst. Allein in dieser Meiner liebevollen und gnädigen Mitteilung liegen ebenfalls noch unendliche Geheimnisse verborgen, zu deren Enthüllung wohl eine Ewigkeit um die andere zu kurz sein möchte, und so birgt jeder Buchstabe von Mir gestellt Unendliches zum ewigen Leben, und jedes menschliche Wort aber, wie auch der längste Satz birgt nichts mehr in sich als das, was es selbst ist: ein abgeschlossenes vollkommenes Nichts.

[NZ 401011.34] Seht, das ist der Unterschied zwischen Meinen Mitteilungen und zwischen den Mitteilungen des gelehrten Menschenverstandes (NB., seien solche von Menschen oder dergl. Geistern herrührend), und daher ist auch - wie ihr nun leicht einsehen werdet und könnet - alle menschliche Weisheit die stockfinsterste und allerabgeschmackteste Torheit vor Meinen Augen, und wahrlich sage Ich euch: Jeder, der da erkennt nur nach seinem Verstande und handelt bloß nach seinem Erkenntnisse, ist ein Tor, da er nicht zu Mir kam und es da gelernt hat von Mir, und wird bald die Torheit, von der er befangen war, einsehen.

[NZ 401011.35] Da Ich's euch nun aber gebe, und euch belehre von Meiner Liebe, so glaubet, daß es so ist! und möge die Welt dazu sagen, was sie denn immer möchte; denn alles dieses habe Ich verborgen vor den Weisen der Welt, und will es aber treulich kundgeben den Unmündigen, die Mich lieben! Und so wird es geschehen, daß die Einfältigen werden die Weisheit der Welt zu großen Schanden machen.

[NZ 401011.36] Alles dieses merket euch wohl, was Ich euch hier mitgeteilt habe, und denket in der liebevollen Demut eures Herzens, Wer Derjenige ist, Der euch aus Seiner Unbegrenzten Liebe solche Dinge offenbaret. - Ja denket, daß Ich es bin, - ja Ich Selbst bin es, euer ewiger, heiliger, liebvollster Vater! Amen. Ich, euer Vater - als die ewige Liebe und Weisheit. Amen.

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