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[DZS 1.3] Statt daß die Gottheit dem Volke zum allerhöchsten Troste bekannt gegeben werden möchte, wird sie demselben nur gegeben als ein Etwas, das nichts zu thun hat, als in jeder Minute Milliarden von solchen moralisch verdorbenen und ungehorsamen Kindern in's ewige Feuermeer unwiderruflich zu verdammen;

[DZS 1.5] Und fraget, was geschieht denn nun diesen Menschen, die da hinein kommen? Da sehet nur ein wenig her gegen Morgen; seht, da stehen schon eine Anzahl todtenbleicher Schaaren, umgeben von allerlei bewaffneten Menschen und giftigen Richtern, und sehet weiter da eine Anzahl Mordinstrumente, mit denen diese Unglücklichen hingerichtet werden. Allda sehet ihr brennende Scheiterhaufen, da Galgen, Schaffote und vielerlei andere Mordinstrumente. Sehet, das ist die letzte Besserungsanstalt für solche moralische Verbrecher!

[DZS 1.6] Nun werdet ihr fragen, was haben denn alle Diese angestellt? Ja, sage Ich, es giebt darunter Mörder, Räuber, Diebe, Ueberläufer und Aufwiegler des Staates. Es giebt ferner noch eine Menge Menschen, die durch allerlei Betrügereien dem Staate großen Schaden gebracht haben; darunter, die sich gegen eine oder die andere politische oder auch moralische Anordnung schwer verstoßen haben. Sehet, da sind sonach die Verbrechen dieser Unglücklichen aufgedeckt, insoweit dieselben als wenigstens ein scheinbarer Grund dienen können.

[DZS 1.9] o diese Narren! Sie sollten nur Hinblicken auf Meinen David, der selbst ein König und ein Prophet und als Solcher ein großer Volkslehrer war, und sie würden alsobald ersehen, daß ein Volk, das Gott und seine Bestimmung erkennt, auch ein Volk ist voll Gehorsams und guten Willens;

[DZS 1.10] und Tausende können mit einer Federflaume leichter regiert werden, als zehn finstere Dümmlinge, die von Mir keine andere Vorstellung haben, als jene eines vielleicht existirenden Tyrannen, oder eines Wesens, das früher seinem Gläubigen gleich einem Vampyr den letzten Blutstropfen ausgesaugt, bis es ihn endlich mit dem ewigen Leben, auf einer lichten Wolke ewig kniend und anbetend, beseligt. —

[DZS 1.11] Sehet, ist es da nicht leicht zu begreifen, daß Menschen sich von einem solchen bösartigen Gotte so viel als möglich loszumachen suchen? Und wenn sie auch noch irgend Religion besitzen, so besteht diese in einer puren Ceremonie, und diese nur aus rein göttlichen Rücksichten.

[DZS 1.12] Die Folge davon war schon im Anfange keine andere, als daß der weltsüchtigere Theil sich endlich von aller Religion und was immer für einer christlichen Gotteslehre, wie ihr zu sagen pflegt, aus dem Staube gemacht hat;

[DZS 1.13] andererseits entstanden Kirchentrennungen und Sectereien, und zwar durch Männer, die mehr oder weniger die Thorheit einer solchen gepredigten Gottheit einsahen und gewisserart in ihrem Geiste sagten: Höret, mit der Gottheit, wie sie da gelehret wird, ist ja rein nicht auszukommen; wir wollen daher die reine Lehre selbst zur Hand nehmen, sie näher prüfen, und sehen, ob der Gottheit nicht irgend bessere Seiten abzugewinnen sind? —

[DZS 1.15] Der Grund von allem Dem war und ist kein anderer, als, wie schon oben bemerkt wurde, theils die moralische Politik, hauptchlich aber die Trägheit und auch Furcht bei den Menschen, die vorgezeichneten Wege zum ewigen Leben im Ernste zu ergreifen; denn wahrlich sage Ich, wer Mein Reich nicht nimmt, wie Ich es verkündiget habe, der wird es nicht erhalten, und sollte er auch alle Secten in sich vereinigen, oder unter allen Secten stehen; denn Ich allein bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. —

[DZS 2.1] Da sehet her auf die Tafel; sehet, das Land, was vor euch ausgebreitet liegt, ist Asien. Sehet da die Völker, wie sie sammt und mmtlich mit dem dichtesten Schleier umhüllt durch einander rennen, und nichts als Wehklagen über Wehklagen aus ihrer hohlen Brust ausstoßen.

[DZS 2.5] Ihr werdet meinen, das sei etwas Arges. O nein, sage Ich; wer immer da zurückkommt, und zeiget seinen von den Engeln blau geschlagenen Rücken, dem wird selbst göttliche Verehrung erwiesen, und es ist ihm ein Leichtes, sich durch diese Quittung die bedeutendsten Staatmter zu verschaffen.

[DZS 2.8] Ihre Grausamkeit hat in dieser Hinsicht keine Grenzen; und doch ist ihre Verfassung überall so proclamirt, daß Niemand nach ihrer Lehre die ewige Seligkeit erlangen könne, wenn er diesem Brama wenigstens nicht einmal in seinem Leben ein tüchtiges Opfer dargebracht hat.

[DZS 2.13] Ja es gehen die Narrheiten oft noch weiter; so ist unter Anderm auch das eine besondere Begünstigung, welches aber nur dann vollzogen wird, wenn das dafür entsprechende Opfer verabfolgt wurde, daß einem von 1 bis 3 Jahre alten Mädchen von einem solchen Engel die Schamlippen bis auf eine kleine Oeffnung zusammen genäht werden, zur Verwahrung der Keuschheit, und wenn dann ein solches Mädchen mannbar geworden ist, so wird sie dann wieder hingebracht, und ein solcher Engel macht dann wieder ihrer Mannbarkeit Luft; anderer Thorheiten ohne Zahl nicht zu gedenken, die da gäng und gebe sind.

[DZS 2.14] Sehet, solchem Unsinne muß Ich schon beinahe in das dritte Jahrtausend zusehen, wie dieses verruchte Volk im Besitze von der alten noch vorsündfluthlichen Religion, davon ihr jetzt schon einige Kenntnisse habt, solchen unaussprechlichen Unfug treibet! — Da sehet her am Ende der erleuchteten Tafel: Seht, eine Sanduhr ist es, und wenige Körnchen nur sind noch zum Falle übrig. —

[DZS 2.15] Ich will euch nicht all' die scheußlichen Bilder von Persien, Arabien, der Türkei, dem chinesischen Reiche, Sibirien und anderer kleinerer Staaten nicht zu gedenken, vorführen; denn ihr werdet nirgends etwas Anderes entdecken, als den allerscheußlichsten Völkerdruck, und der überall gepredigte Gott ist wahrlich nichts Anderes als der Satan selbst in den verschiedenartigsten Ausartungen seiner Bosheit.

[DZS 2.17] Ich sage, so erfinderisch auch der Satan ist, aber wahrlich Ich habe im Geheimen auch eine Erfindung gemacht, über die er sich bald von Ewigkeit zu Ewigkeit wird zu wundern haben. Ich habe lange geduldet, und wartete allenthalben auf Besserung; allein die Erde ist voll Eckelgeruchs geworden; darum habe Ich Meine Fackel schon angezündet, um sie in der Bälde zu verbrennen, damit ihr Eckelgeruch nicht sogar in Meine Himmel emporsteige, und die Wohnungen Meiner Getreuen verpeste.

[DZS 3.1] Nun da sehet her, das Land, das sich euren Blicken auf der weißen Tafel darstellt, ihr mögt es wohl erkennen, es ist Afrika. Sehet es nur recht wohl an, es ist keine Landkarte, sage Ich euch, sondern das wirkliche Land im treuen Bilde.

[DZS 3.2] Sehet hier die nördlichen Küsten, sehet hier im Norden das alte Egypten; sehet weiter hin gegen Westen all' die euch bekannten Raubstaaten, besehet allda die schroffen Gebirgsmassen und zwischen ihnen wieder unabsehbare Sandwüsten und Steppen. —

[DZS 3.5] Sehet, wie ihre Priester ihnen von ihren Thürmen Fluch und Trug, aber keinen Segen predigen, und ttigen die Armen mit ihrer elyischen Luft; während diese ihnen für dieses Nichts noch Das, was ihnen der Herrscher gelassen, wenigstens zur Hälfte opfern müssen.

[DZS 3.11] Noch heutigen Tages sehet ihr großartige Ueberreste der vormaligen Größe dieses Landes über den heißen Sand emporragen; aber nun sehet dieses Land jetzt an. Sehet dessen arme Völker, wie sie gleich andern Thieren gejagt werden; sehet da ziemlich südlich einige friedliche Hütten, eingeschlossen von beinahe unübersteigbaren Bergen.

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