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[DZS 1.14] Und sie fanden in solcher Prüfung auch wirklich, daß Ich denn doch kein solcher Tyrann bin; vergaßen aber auf der andern Seite, daß Ich demungeachtet Gott bin, und nahmen dann Meinen Willen ebenfalls zu lau; Andere setzten Mich wieder so hoch hinauf, und philosophirten sich auf diese Weise jede Handlung, die in ihrer Natur nur irgend eine Anregung findet, für gerecht und vollends Meinem Willen gemäß, in der irrigen Idee, daß was immer da ihnen durch den thörichten Sinn fährt, ein Wille von Mir sei, und so entstanden anstatt der alten Thorheit eine Menge Albernheiten und göttliche Begriffsverschiedenheiten, daß es sich wahrhaft nicht der Mühe lohnt, sie für euch aufzuzählen.

[DZS 5.28] Nun muß Ich nur noch Eines erwähnen, damit ihr die Schändlichkeit ganz kennt. Es war im Urtheile die Rede vom Gutdünken des Eigenthümers; worin besteht denn dieses eigentlich? Da sehet ein wenig auf Meine Tafel wieder her! Eine kleine Scene wird euch diese Frage zur Genüge beantworten.

[DZS 5.33] Sehet, so sieht die so viel gerühmte Verfassung in dem hochgebildeten Nordamerika aus. — Nun urtheilet selbst, mit welchem Namen möchten solche Creaturen wohl benennet werden?

[DZS 5.39] Hier will Ich euch nichts vom einstigen Lohne sprechen, sondern dafür euch etwas Neues sagen: Solche Creaturen sollen gänzlich auf ewig vernichtet werden. Amen. —

[DZS 7.3] Das Land, das sich euch darstellt, sehet es nur gut an, ist das eigentliche Australien, Süd-Indien, Oceanien und Polinesien. Sehet, der südliche Theil dieses Landes, wie er noch aus unübersehbaren Pfützen und Morästen besteht, in welchen, so ihr euere Blicke recht schärfen wollt, ihr eine zahllose Menge von giftigen Ungeheuern und allerlei Geschmeiß entdecken werdet. —

[DZS 7.55] Es ist ihnen zwar wohl gestattet, eine gewisse Art Bretchen an die Fußsohlen anzubinden; aber oft verbrannten diese Bretchen schon im halben Laufe, und dann ist es einerlei, ihre Fußsohlen werden ihnen demungeachtet noch gar oft bis zum Bein verbrannt. —

[DZS 8.9] Sehet daher über den östlichen Theil nördlich eine bedeutend große Insel unter dem Namen Neu-Guinea. Diese Insel wird ebenfalls zu Australien gerechnet. Sie hat auch nur wenig Berge, und ist der Entstehung nach jünger noch als Australien; denn Australien ist erst kaum etwas über 3000 Jahre alt; die Insel Guinea aber ist nahe 700 Jahre jünger denn Australien.

[DZS 8.21] Seht, da unten besser, wieder eine bedeutende Insel, umgeben von mehreren kleineren Inseln: Neu-Calcedonien. Braucht nicht zu fragen, wer die Herren dieser bedeutenden Ländereien sind, und wie es dort zugeht; sehet nur theilweise nach Nordamerika, Australien und Neu-Guinea.

[DZS 8.41] Aber wo aus schändlicher Habsucht ein Volk von allem höheren Lichte gänzlich ab- und ausgeschlossen wird, und auf der andern Seite aber dessenungeachtet lügenhafterweise aller Welt ausposaunt wird, welche segenvollen Fortschritte solche Nation macht, während sie im Geheimen in der schändlichsten Finsterniß gelassen wird; höret, solche Kunststücke vermag kein Teufel auszuführen, sondern da muß ein Großmeister Hand an's Werk legen. —

[DZS 9.6] damit für's Erste diese Orte von den ausgearteten Menschen nicht entheiligt werden möchten, und für's Zweite, da die Fremdlinge der großen Gefahren dieser andern kleinen Landungspunkte nicht bewußt sind, und daher unvermeidlichen Schaden und Untergang finden würden.

[DZS 9.28] Die Nachfolger aber kommen dann als wirklich angestellte Staatsbeamte auf die Stufe ihrer Vorgänger. Ihr müßt euch nicht etwa denken, daß sei dort zu Lande etwas Unbedeutendes.

[DZS 9.29] Ein Beamter, der viermal im Jahre das Kleid des Monarchen berühren darf, ist etwas so Außerordentliches im Lande, daß, so er auf der Straße wandelt, oder in einer Senfte getragen wird, alles Volk bei Strafe des Lebens auf das Angesicht vor ihm niederfallen muß; und ein Wort von ihm zu Jemanden gesprochen, ist etwas so Außerordentliches, daß der Betreffende oft drei Tage lang die Stelle nicht verläßt, wo ihm eine solche Gnade zu Theil geworden ist;

[DZS 9.30] und ist das Wort ein ungünstiges gewesen, hat der Beamte dem Betreffenden etwa einen Verweis oder eine andere Unannehmlichkeit, als etwa einen Thiernamen oder eine sonstige unehrbare Sache, zugesprochen, so fängt der Betreffende augenblicklich an zu heulen und zu wehklagen, und bittet den hohen Beamten um eine gnädigste Strafverleihung, welche ihm auch ohne viel Umstände bewilliget wird;

[DZS 9.32] Wenn dann der Staatsbeamte solche Bitte in sein allergnädigst geneigtes Ohr vernommen hat, so befiehlt er alsogleich seiner sehr reichlichen Dienerschaft, den betreffenden Supplikanten an den Händen und Füßen zu erfassen, ihn von der Erde zu heben; und wenn dieser sich hernach in der Mitte von 8 Dienern in der Luft schwebend befindet, so kommt dann der Prügelmann mit der Bambusknute, und prügelt diesen Supplikanten so lange, bis der hohe Staatsbeamte ihm ein Zeichen giebt, daß mit diesem Streiche seine Gnade zu Ende ist.

[DZS 9.33] Sodann wird der Supplikant, halb zu Tode geprügelt, wieder auf die Erde niedergelegt, und seine Nachbarn kommen hinzu, und preisen um den Geprügelten die hohe Weisheit, Gerechtigkeit und Strenge des Beamten.

[DZS 9.43] Er muß seine Sprache noch obendrauf dreien japanesischen Commissären beibringen, und darf aber dessenungeachtet sich nie auch nur eine Stunde Weges in das Innere des Landes begeben. —

[DZS 9.44] Sehet, das ist ungefähr der Auszug der japanesischen Verfassung; Ich sage: ungefähr, weil dieses Land durchaus kein sogenanntes bestehendes Staatsgesetz hat, sondern das lebendige Staatsgesetz ist der jewaige bestehende Fürst, und seine obersten Staatsbeamten, und es liegt beinahe ganz in ihrer freien Willkür, für jeden vorkommenden Fall alsogleich ein neues Gesetz zu creiren;

[DZS 9.52] Sehet, aus diesem kleinen Beispiele könnet ihr euch schon einen Begriff machen, wie es in diesem Lande aussieht; und es ist die Einrichtung so getroffen, daß da außer den bekannten hohen Staatsbeamten Niemand von der Todesstrafe ausgenommen ist.

[DZS 9.53] Und so treibt hier gewisserart ein Keil den andern. Nie wird man einen Fall erleben, daß ein unterer Beamter wegen allfälliger Grausamkeit zur Verantwortung und Strafe gezogen wird; wohl aber, wenn er sich nur im Geringsten irgendwo eine Fahrlässigkeit erwiesenermaßen hat zu Schulden werden lassen.

[DZS 10.24] Ihr werdet nun freilich fragen, welche Realität Dasjenige hat, was sich im zweiten Gesichte beschaulich darstellt? Allein es wird auch gar nicht schwer sein, diesen Knoten für euch zu lösen.

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