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[SA 26.9] Was ist denn seine Tauglichkeit, und was hat es für einen Charackter; wo ist es zu Hause, und in welchem Verhältnisse steht es zu den Saturnusbewohnern? - Diese viergliedrige Frage wollen wir ganz kurz beantworten. Dieses Thier, da es gemeiniglich sonst ganz sanfter Natur ist, wird von den Saturnusbewohnern häufig zahm gehalten, und dient ihnen durch seine Pracht und seine Arbeitsamkeit, wenn es dazu gehörig abgerichtet worden.

[SA 27.8] Was die Tauglichkeit betrifft, so ist diese für den Saturnusbewohner eben so wenig von einem Anbelange, als die Tauglichkeit einer Gemse oder einer Antilope bei euch Erdbewohnern. Dessen ungeachtet aber hat es dennoch in der Ordnung der Dinge seinen gehörigen Platz, den es unbewußt nutzwirkend ausfüllet. Wer aber sieht die Tauglichkeit einer Gemse bei euch ein; wer kann da einen Grund aufstellen, warum dieses Thier auf den Felsenspitzen herumspringt? Wer es aber glauben will, dem will Ich auch den Grund kundgeben.

[SA 27.14] Nun hätten wir noch eine Frage zu beantworten übrig, nämlich, ob dieses Thier von den Saturnusbewohnern auch gefangen wird? Darauf sage Ich, daß sehr kühne Saturnusbewohner wohl nicht selten auf die Jagd dieses Thieres ausgehen, aber nur höchst selten eines fangen; denn dieses Thier ist so geschickt in Erklimmung der höchsten Felsenspitzen dieses Planeten, daß da kein Saturnusbewohner einem solchen Thiere nachzukommen mehr im Stande ist. Vermöge seiner zugespitzten Klauen kann dieses Thier auf einer eurer flachen Hand gleich großen Fläche vollkommen stehen; wo aber einmal die Felsen in solche zu schroffe Spitzen zusammenlaufen, da höret für unsere großen Saturnusmenschen auch alle Möglichkeit auf, ihre Jagd auf ein solches Thier weiter fortzusetzen.

[SA 28.14] Wozu aber benutzen dann die Saturnusbewohner eine solche mühsam erlangte Haut? - Eine solche Haut wird dann mit Oel gut eingerieben, daß sie nimmermehr steif werden kann. Ist solche Bearbeitung gut genug zu Ende gebracht, so wird die Haut zubereitet, oder vielmehr beschnitten und darnach zu einem Halbmantel verwendet. Ein solcher Mantel gilt auf einem Rücken des Mannes mehr, als bei euch ein ganzes Kaisertum; denn da heißt es dann sprichwörtlich: Der Bauor macht den Fürsten, oder alldort den vorzüglichsten Patriarchen des Landes erst vollkommen ansehnlich als das, was er sein soll.

[SA 28.18] Ein solches zufolge dieses Bauor-Mantels errungenes Großpatriarchat vererbt sich dann solange auf alle Kinder und Kindeskinder des Großpatriarchen, so lange noch der Mantel als daseiend vorgewiesen werden kann. Nur so da Jemand zu einer frischen Unternehmung sich zum Besitze eines neuen Mantels verhilft, und weiset solchen im ganzen Lande auf, so ist es mit dem alten Patriarchate zu Ende. - Jedoch bleibt der alte Patriarch dessenungeachtet noch immer ein angesehener Mann im Volke; in diesem Falle gilt selbst noch der letzte Fleck eines solchen Bauor-Mantels als ein vollkommen gültiges adeliges Diplom, durch welches der Inhaber so lange solche Bauormantel-Vorrechte genießt, so lange er nur noch ein Stückchen von einem solchen Mantel als Diplom aufzuweisen hat. Haben aber einmal einige gutgesinnte Motten das letzte Fleckchen zernagt, so haben sie auch die Würde eines solchen Urpatriarchen also zerstört, daß ihm am Ende nichts mehr davon übrig bleibt, denn allein die leere Erinnerung für sich selbst.

[SA 29.14] Ihr klebet dann nur an dem, was ihr vernehmt, was aber hinter dem Vernommenen steckt, das beachtet ihr nicht; und wenn euch bei mehreren nach einander folgenden harmonischen Klängen auch eine große Ahnung ergreifet, und euch die geistig lebendigen Formen förmlich am Genicke packen, so seid ihr noch blind, und naget dafür an der Rinde, ohne bei jedem einfachen Tone zu bedenken, daß eben durch den vernehmbaren Ton eines alleinigen Wortes alle Dinge, welche da erfüllen die ganze Unendlichkeit, hervorgegangen sind. [* Wenn der Herr dies also nur im Vorübergehen und zu nichtbloßen Dilettanten spricht, so dürften die Nichtvirtuosen über diese Kundgebung der tiefen Bedeutung des ‚Tons‘ und damit Unterscheidung vom ‚Klange‘ um so mehr zu bedenken Ursache finden. Wir unsererseits gedachten hier der trefflichen ‚Blicke in die Ton Welt‘ von P. Singer; die aber doch nur hie und da andeuten, was hier so völlig klar ausgesprochen ist. D. H. *] Nun alsdann könnt ihr wohl euch einen kleinen Begriff machen, was da ist ein Ton, und wie unterschieden seine große Bedeutung vom einförmigen Klange, den ihr Ton nennet, ist.

[SA 30.5] (NB! Eine solche Kuh dürfte hier auf eurem Erdkörper manchen wirthschaftlichen Industrierittern nicht unerwünscht sein, vorausgesetzt, daß sie eben nicht viel mehr des Futters bedürfte, als eine gewöhnliche Erdkuh, des Wassers aber dazu trinken könnte, so viel sie nur wollte und möchte. Allein nachdem sich solche sehr ökonomische Menschen bei einer solchen Kuh im Geiste allzusehr verwirthschaften möchten, so lassen wir sie nur im Saturnus; ungeachtet dessen es Uns nicht gerade unmöglich wäre, auch auf der Erde eine Saturnuskuh zu erschaffen.)

[SA 31.18] Das ist nun Alles von diesem Thiere, und so wollen wir für ein nächstes Mal zu noch einem andern sehr beachtenswerthen Hausthiere übergehen.

[SA 33.1] So Manches habt ihr schon vernommen, was da belanget den Menschen im Planeten Saturnus, dessenungeachtet aber bleibt eben auch so Manches über den Herrn dieses Weltkörpers darzuthun, damit ihr daraus ersehen könnet, in welcher Ordnung sich dieser Planet befindet, und wessen Geistes Kind er ist.

[SA 34.33] „Was Jemanden der große Geist gegeben hat, das gehört vollkommen Dem, der es empfangen hatte vom großen Geiste; und kein Wesen des Himmels, kein Geist des Lichtes und keine Creatur der Welt hat da mehr das Recht, ihm die allerhöchste Gabe streitig zu machen. Wer da solches thäte, der solle sobald hinausgetrieben werden an diejenigen Stellen dieser Welt, da nichts, als die ewige Kälte, das ewige Eis, der ewige Schnee seiner harret.“

[SA 36.2] Wo und wer aber verfertigt solche Werkzeuge? Sehet, dazu sind auch auf diesem Planeten besonders an den Füßen der Gebirge eigene Fabriken vorhanden, in denen ein solches eurem Eisen ganz wohl ähnliches nützliches Metall zu allerlei solchen Geräthschaften bearbeitet wird.

[SA 36.3] Wer aber sind die Fabrikanten? Sehet, damit auf die Erzeugnisse einer solchen Fabrik jede benachbarte allgemeine Familie ihr Recht hat, dieselben nach Bedarf aus der Fabrik zu nehmen, so muß auch jede benachbarte Familie abwechslungsweise Arbeiter dahin senden, welche da das Metall unter der Oberleitung eines Fabrikältesten zu bearbeiten haben. Das Metall aber wird in einer solchen Fabrik nicht schon zu Werkzeugen selbst gestaltet, sondern bloß nur geschmeidig aus den Bergen zu fernerer Verwendung gewonnen, ungefähr also, wie bei euch das Stangeneisen gewonnen und bereitet wird zum ferneren Gebrauche.

[SA 36.4] Hat dann ein oder der andere Arbeiter die bedungene Zeit von hundert Tagen in einer solchen Fabrik gearbeitet, und eine solche Fabrik hat z. B. hundert Arbeiter, so wird das gewonnene Metall eben auch in hundert Theile getheilt; nach vollendeter Arbeitsfrist aber dann jedem aus der Arbeit Tretenden sein gerechter Antheil ausgeliefert, und von ihm sobald zum allgemeinen Besitze nach dessen allgemeiner Familienwohnung gebracht.

[SA 36.11] Kommt aber dessen ungeachtet ein Nachbar, darum er haben möchte etwas Nöthiges, das ihm aber abgeht, weil er nicht ist also wohlhabend, denn ein Anderer; so wird er nicht befragt, was giebst du für Dieses oder Jenes, das du bedarfst, sondern er wird bei einer solchen Gelegenheit nur befragt um den Preis des Willens von Seiten des großen Geistes. Hat er dieses im Saturnus nur allein gültige Zeugniß, und dieses allein gangbare Geld, sodann wird ihm auch alsogleich das vollkommen zu eigen eingehändigt, dessen er nach seiner Angabe bedarf, und darf darauf nie von Jemandem an irgend eine Entgeltung gedacht werden.

[SA 36.18] Da ihr euch, wie gesagt, nur bei einem ein wenig reineren Verstande solches doch nothwendig fragen müßtet, so leuchtet es ja von selbst klar aus allen euren Handlungsweisen heraus, wie unrechtlich in Meiner Hinsicht es ist, auf Meinem Grund und Boden, den Ich allein nur geschaffen, und für Jedermann gleich eingerichtet habe, sich dessen Produkte oder vielmehr Produkte Meiner Liebehand neidisch, geizig und gewaltthätig anzueignen, für einen oder den anderen Zweck zu bearbeiten, und sodann dieselben erst um einen unerschwingbar hohen und theueren Preis an seinen Bruder davon zu geben, so er darnach ein Bedürfniß oder ein Verlangen hat.

[SA 37.3] Wie aber werden diese Stoffe benützt? - Sehet, da ist nicht viel Unterschied zwischen euch und den Bewohnern dieses Planeten. Die Stoffe werden in Fäden gesponnen, welche freilich wohl etwas stärker sind, als so manche bedeutende Stricke bei euch; dessen ungeachtet aber sind sie im Verhältnisse dennoch fein genug, um für diese großen Menschen gar wohl tragbare Stoffe daraus zu weben.

[SA 38.1] Was da noch andere sehr beachtenswerthe häusliche Regeln betrifft, können und wollen wir erst dann kurzmöglichst durchgehen, wenn wir zuvor mit der Gestalt des Saturnusmenschen, sowohl männlichen als weiblichen Geschlechts, näher bekannt werden. Und so wollen wir gleich die Frage stellen: Wie sehen denn die Saturnusmenschen aus?

[SA 38.9] Also habet ihr nun die vollkommene Beschreibung der Gestalt eines Saturnusweibes, nur müßt ihr euch nicht etwa denken, als sehe da in physiognomischer Hinsicht ein Weib dem andern gleich, sondern wie es bei euch auf der Erde ist, also ist es auch dort, daß unter zehntausend Gesichtern nicht zwei getroffen werden, die eines aussehe wie das andere; aber dessen ungeachtet ist, wie ihr zu sagen pflegt, ein Gesicht schöner wie das andere.

[SA 38.20] Wenn ihr nun dieses beachtet, so wird euch um so leichter faßlich werden, warum das Weib gegen den Mann nahe um ein Drittel kleiner und somit auch schwächer ist.

[SA 39.3] Gott, der da ist der große Geist, ist ein allervollkommenster Mensch aller Menschen. [* Dem Herausgeber dieser Schrift trat vor Kurzem in einem Augenblicke stiller Betrachtung plötzlich der allerheiligste Name: „Jehova Zebaoth“ in einer zuvor nie geahnten tiefst-begrifflichen Erhabenheit vor den inner-geistigen Blick. - Durch obige Stelle, wie auch durch die weiter am Schlusse, Seite 163 befindliche: daß die Saturnusgeister „im großen Geistmenschen ihren Sitz unter einem Knie haben,“ wurde ihm solch’ innerst-begriffliche Anschauung wieder lebendigst zur Erinnerung gebracht, und hierdurch auch erst entsprechendst klarer als je, was der immer noch sehr „unbekannte“, aber einzig wahrhafte „Philosoph“ Frankreichs in seinem vor ungefähr 10 Jahren erst in’s Deutsche übersetzten Werke: Le ministére de l’homme-ésprit, im Sinn und erleuchtetsten Verständnis des von der ewigen Weisheit so hoch begnadigten Philosophus teutonicus also andeutete: „Auch kennt man von dem Erlöser nichts, wenn man Ihn nur in Seinen äußern und zeitlichen Farben betrachtet, ohne durch die Stufenleiter der Erkenntnis bis zum göttlichen Centrum einzudringen, dem Er angehört. Laßt uns daher aus der Verschiedenheit der Eigenschaften, mit denen Er sich bekleidet, einige Mittel schöpfen, um unserm schwachen Lichte Seine geistige Menschwerdung anzueignen, die Seiner leiblichen Menschwerdung um Vieles vorausging. Zuerst war es nothwendig, daß Er, Der das ewige Prinzip der Liebe war, die Eigenschaften des immateriellen Menschen, der Sein Sohn war, annahm; und um ein solches Werk zu vollenden, reichte es hin, Sich in dem Spiegel der ewigen Jungfrau oder der Sophia zu betrachten, in welchen Sein Gedanke (die Magia Seines Willens) von Ewigkeit her das Urbild aller Wesen eingegraben. Nachdem Er immaterieller Mensch geworden durch den einzigen Act der Beschauung Seines Gedankens Spiegel der ewigen Jungfrau oder Sophia, war es nothwendig, daß Er Sich mit dem lautern Elemente bekleidete, welches jener glorreiche Leib, der seit der Sünde mit unserer Materie verschlungen ist. Nach Bekleidung mit dem lautern Elemente mußte Er das Princip des leiblichen Lebens werden, indem Er Sich mit dem Geiste der großen Welt oder mit dem Weltall vereinigte. Nachdem er das Princip des leiblichen Lebens geworden, mußte Er irdisches Element werden, indem Er Sich mit der elementaren Region vereinigte; und von hier aus mußte er Fleisch werden im Schoße einer irdischen Jungfrau. indem Er Sich in das Fleisch hüllte, das von der Sünde des ersten Menschen herrührte, weil Er uns vom Fleische, von den Elementen und vom Geiste der großen Welt zu erlösen kam.“ - - Möchte dem gläubig denkenden Leser dies zur Anschauung Mitgetheilte nicht unlieb sein, ja möchte der hier allerdings nur erst angedeutete Begriff recht Vielen sich in seiner vollen göttlich-menschlichen Tiefe erschließen, indem die ewige Liebe des Vaters ja auch für Viele - ja für Alle herabkam zur Erlösung des ewigen Menschen in einem Jeden, sofern dessen anerschaffener freier Wille nur dem gemäß will; denn wahrlich: Alles Liebe-Strebens - aller Wahrheits-Offenbarung Ziel Ist Freiheit, ist - gotteinig-freien Willens freier Geist!“ - D. H. *] Er hat Hände wie wir, und hat Füße wie wir, hat einen Leib wie wir, und sein Kopf ist dem unsrigen gleich; doch arbeitet er nicht mit den Händen und gehet nicht mit den Füßen, sondern alle unendliche Macht liegt in Seinem Willen, und mit der unendlichen Kraft Seiner Weisheit erschafft und leitet Er alle Dinge.

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