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[GR 4.34] Also wären wir auch mit dieser schweren Beantwortung fertig, und die Erfahrung lehrt, daß auch zu dem Zwecke zwei Ohren hinreichend genügen, und man könnte eher sagen, daß so mancher oft an den zwei Ohren, wie an den zwei Augen schon zu viel hat.

[GR 5.25] Diese Frage kann ein kurzes Beispiel hinreichend beantworten, und zwar wieder durch eine Frage: Was ist denn beim Aussäen der Samenkörner in die Erde der Zweck dieser Arbeit? Ist es die Aussaat an und für sich, oder hat die Aussaat noch einen höhern Zweck vor sich?

[GR 6.5] Erhebet ihr aber euere Blicke höher hinauf zu den weißen Flächen unseres Gletschers, so werdet ihr da ebenfalls fast beständige Wolken und Nebel entdecken, welche aber von einer nahe blendend weißen Farbe sind. Diese Wolken und Nebel sind ebenfalls Träger von Geistern, aber von Geistern guter Art, und sind die zu allerhöchst Schwebenden, dazu bestimmte Engelsgeister; und die mehr in der Tiefe des Gletschers schwebenden Nebel, welche gewöhnlich linealförmige Streifwolken bilden, sind zwar ebenfalls Geister guter Art, aber noch nicht völlig reif für die Höhe und müssen sich erst durch getreue Wachsamkeit und mannigfache Kämpfe gegen die argen Geister für die Höhe geeignet, reif und tüchtig machen.

[GR 8.8] Dessen ungeachtet aber gibt es auf den Bergen doch noch so manche einfältig fromme Hirten, die auch solche Geister zu öftern Malen gesehen haben; und werden euch so manches Histörchen erzählen können, wie solche Geister nicht selten durch die Nacht eine magere Wiese grünen gemacht haben, und wie sie behütet haben seine Kühe und Schafe vor Unglück bei starken Gewittern, und ließen sie nicht auf solche Felsabhänge, allwo sie sich zerfallen hätten können.

[GR 8.12] Wenn ihr den Zug der Winde beachtet und namentlich derjenigen Winde, die von Nordosten herkommen, und zwar gewöhnlich um die Mitternachtsstunde, wie auch manchmal Abends ein oder zwei Stunden nach dem Untergange der Sonne, so dürftet ihr eine zweifache Bemerkung machen: Eine, die sich durch ein Erschauern kundgibt, und eine, welche einige Haustiere in Unruhe versetzt, und zwar namentlich vorzugsweise die Hunde, Hühner, Katzen, Schweine und Pferde. Wenn ihr solche Bemerkungen machet, da könnet ihr versichert sein, solche Erscheinungen rühren von diesen Luftgeistern her. Dieß sind jedoch Geister untergeordneter Art, oder wie ihr zu sagen pfleget, es sind dienstbare Geister.

[GR 9.6] Wenn sonach Jemand diese zwei Punkte recht tüchtig beachtet, so wird er gar leicht gewahren, daß sie nicht ausschließend der Grund sein können, darum so viele Menschen von den hohen Gebirgsspitzen also angezogen werden, daß diese nicht selten ihr Leben wagen, um mit der größten Anstrengung die höchste Spitze zu erklimmen.

[GR 10.6] Auf diese Frage gibt der Berg schon für sich die Antwort: Nachdem er eine Unterlage ist, oder gewisserart der Sitz der Friedensgeister, welche sich sobald in's wohlthätige Mittel legen, wo irgend eine Uneinigkeit vorwaltet; sie bearbeiten da im Augenblicke, als der Mensch nur den ersten Fuß auf den Berg setzt, schon die Gemüther durch eine stets zunehmende Spannung nach oben, und erregen dadurch das Gefühl der Liebe immer mächtiger und mächtiger, und wenn dann solche Menschen erst vollends die Höhe erreicht haben, so ist das freundschaftliche Gefühl bei Jedem schon so weit ausgedehnt und verstärkt worden, daß solche Menschen oft, wenn sie es auch wollten, dennoch nicht können, sich länger gegenseitig unfreundlich zu begegnen.

[GR 10.11] Wenn demnach solche Lebensgefahren sogar solche reißende Thiere freundlich stimmen, so werden sie solches wohl auch unter Menschen zuwege bringen, und besonders sicher auf den Gebirgshöhen, wo die Gemüther von Friedensgeistern im Geheimen thätigst bearbeitet werden.

[GR 10.41] Sage uns nun, du thörichter Mensch, was Uebles haben wir dir denn gethan, dass du alle diese Wohlthaten von uns verkennest, dich dafür in unsere Eingewaide, gleich einem Spulwurme der Thiere, verkriechst und nachjagest dem, das für dich keinen Segen in sich birgt, uns aber dabei unbeachtet lassest, die wir dich doch nach der Anordnung deines und unseres allmächtigen Vaters und Schöpfers stets so reichlich mit lebendigem Segen versehen?

[GR 11.9] Der Mensch zwar kann auch in der Tiefe Heiliges und Großes denken, aber es geht ihm dabei, als wenn er mit ziemlich hungrigem Magen in einem Buche die Beschreibung einer guten Mahlzeit liest, bei welcher Gelegenheit ihm noch die wirkliche Mahlzeit ums hundertfache lieber wäre denn hundert noch vortrefflichere Mahlzeitsbeschreibungen, von denen er aber dessen ungeachtet dennoch nichts herabbeißen kann.

[GR 12.18] Er fragte ihn: „Lieber Mann, was thust du denn hier auf dieser Höhe?“ und der Beter erwiederte ihm: „Mein guter Freund, wie du siehst, ich bete.“ Wieder sagte zu ihm der Fremde: „Weißt du denn nicht, daß man nur in den Bethäusern — dem Herrn dienlich — betet; du aber scheinst dieselben zu vermeiden, und verrichtest somit deine ganze Andacht nur auf diesem Berge?“ Darauf erwiderte ihm unser Beter: „Lieber Freund, das ist wohl wahr; dessenungeachtet aber gehe ich doch auch, wenn das Wetter für diese Stelle ungünstig ist, in ein Bethaus, doch muß ich dir offenbar bekennen, daß ich in einem Bethause noch nie mit der wahren Andacht habe beten können; wohl aber auf dieser mir so ganz eigens eigens heilig vorkommenden Höhe; denn ich muß dir dazu noch offen bekennen, wenn ich da um mich herblicke und schaue da das liebe Gras, die schönen Wälder, mit denen der Fuß dieses Berges so reichlich geziert ist, und über mir den weiten freien Himmel an, da sagt mir mein inneres Gefühl: ‚Siehe! diese Verzierungen des großen Tempels Gottes sind Seiner allmächtigen Hand sicher näher, als diejenigen Schnitzwerke, mit welchen ein gemauertes Bethaus geziert ist.‘ Nach solchen Gedanken bin ich denn vollkommen in meinem Elemente, und begebe mich auf diese meine Höhe und bete da aus dem tiefsten Grunde meines Herzens.“

[GR 12.22] Bei dieser Frage stutzte unser Beter noch mehr, und sagte endlich zum Fremden: „Mein lieber Freund, da hast du mir wirklich etwas sehr Wichtiges gesagt; denn siehe, über diesen Punkt haben sich meine Gedanken noch nie erstreckt; und ich muß dir nun gestehen, daß ich mir darüber eigentlich gar keine Vorstellung machen kann, denn mein Begriff über das Wesen Gottes ist also verworren, daß ich noch bis auf diese Stunde nicht weiß, ob es da gibt einen Gott, der ungefähr also aussähe, wie ein großer Mensch, oder ob dieser Gott aus drei Menschen bestehet, welche aber sich dessen ungeachtet fast also ausnehmen dürften, als hätten sie nur einen gemeinsamen Leib; oder ist das Wesen Gottes ein unendliches Licht, in welchem diese drei göttlichen Personen schweben und wirken? Kurz und gut, lieber Freund, ich kann dir darüber fürwahr keinen vollgültigen Bescheid geben. Siehe, diese Ungewißheit war auch der meiste Grund, warum ich mir auf dieser Höhe diese Stelle ausgesucht habe, denn ich muß dir offen gestehen, ich möchte lieber nicht sein, als also sein, daß ich nicht zur Gewißheit dessen gelangen sollte, wie gestaltet da ist Derjenige, Den ich über Alles liebe.“

[GR 13.2] Die Berge führen noch solche Worte zu den sie beachtenden Menschen, aus welchen ein jeder nur einigermaßen geistig geweckte Mensch gar leicht entnehmen kann, wie es da noch stehet um sein Gemüth.

[GR 13.8] Sehet, alle diese hier angeführten Punkte sind wohl zu beachten, denn alle diese Erscheinungen und Empfindungen entsprechen allezeit auf ein Haar dem inwendigen Zustande des Menschen. Nur ist dabei zu bemerken, daß da die Empfindungen mit den Erscheinungen übereinstimmen müssen, denn die Erscheinungen für sich geben noch kein vollgültiges Zeugniß, wenn aber das Gefühl harmonirt mit der Erscheinung, da verkündet der Berg dem Menschen genau wie es mit ihm stehet. [* Siehe auch in Nr. 25 über Geisterkorrespondenzen. D. Hsg. *]

[GR 13.9] So z. B. ginge da Jemand am Morgen aus, und möchte da erblicken einen zwar ganz reinen Berg; dieser Berg aber erhöbe mit nichten sein Gefühl, sondern erfüllte es nur mit einer heimlichen Bangigkeit, in diesem Falle wäre die Erscheinung mit dem Gefühle unharmonisch; der Berg aber bliebe dem Beschauer dessenungeachtet ein getreuer Spiegel. Wie denn aber?

[GR 13.13] Wir wollen bei dieser Gelegenheit den Berg selbst einige Worte von sich geben lassen, welche also lauten dürften: Sieh mich an, du fröhlicher Wanderer, im heitern Morgen deines Gefühles; du warst ehedem wie du mich nun erschauest, und warst düster und traurig, und eine erstickende Nacht drohte dich zu verschlingen; und wie nun um mein ganzes Wesen, also umlagerten auch dich schwüle und schwere Wolken; du wußtest nicht, was sie über dich ausbrüten werden; es kamen gar bald gewaltige Stürme über dich hergezogen, und so mancher Blitz traf dich aus deiner Wolkenmasse; du aber verzagest nicht, hattest mich zum Vorbilde in deiner Seele und standst da gleich mir, ein hoher Fels, unerschrocken und Trotz bietend solcher Versuchung. Siehe, die Stürme, die dich zu vernichten drohten, umwandelten sich gar bald in rettende Engel und befreiten dich von der großen Last deiner Nacht. Somit kleiner Freund im Thale da unten, der du mich nun heitern Gemüthes betrachtest, da ich begraben bin in der Wolken Nacht und Stürme um meine Stirne wehen, als wollten sie mich vernichten, beachte wohl dieses Bild vor dir; denn nur dadurch wirst du im beständigen Morgen deines Gefühles verbleiben, wenn du dir oft genug das Bild vor die Augen stellest, wie es einst um dich aussah, da du mir in diesem meinem Zustande glichest.

[GR 13.28] Solches beachtet demnach wohl, und prüfet euch darnach und thuet darnach, so wird der wahre innere Segen der Berge über euch ebenfalls also ausgegossen werden, wie da die Berge ihren euch bekannten Segen ausgießen über alles Land, und solches ist wahr, richtig und getreu; wie Ich Selbst aber vorzüglich gerne auf den Bergen war und sättigte da so viele Hungrige mit wenig Broden, und zeigte Mich verklärt auf einem Berge, und fuhr von einem Berge auf in Mein Reich, also sage Ich euch auch dieses von den Bergen, und eröffne euch dadurch eine große Pforte in das Reich des ewigen Lebens!

[LAO 1.2] Der heiligen Gemeinde von Laodicea, und allen den gläubigen Brüdern in Jesu Christo in ihr, und den Weisen im Geiste Gottes; Gnade sey mit euch, und der wahre Friede von Gott, unserem Vater, in dem Herrn Jesu Christo.

[LAO 1.40] Sehet, Babel, die große Hure der Welt, hat der Herr vernichtet; denn sie gab vielen Völkern den Tod! — Was aber werdet ihr gewinnen, so ihr aus Laodicea ein neues Babel errichten wollet? — Daher lasset ab von Dem, was der Gräuel der Verwüstung von Neuem herbeiführen möchte, wovon Daniel geweissagt hatte, da er stand an heiliger Stätte. —

[LAO 3.28] Höret aber auch, ihr Weiber zu Laodicea; also will es der Herr, unser Gott von Ewigkeit, daß ihr vollkommen unterthan seyn sollet eueren Männern in Christo dem Herrn; denn im Manne habt ihr das Haupt Christi.

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