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[BJ 1.5] Ich habe auch gehört, daß die Juden wider Dich murren, und Dir Böses zufügen wollen. — Ich aber habe eine zwar kleine, aber wohlgeordnete Stadt, welche für uns beide hinreichend sein wird; daher komme Du, mein überaus hochgeachtetster Freund Jesus, zu mir, und bleibe bei mir in meiner Stadt und in meinem Lande; da sollst Du von Jedermann auf Händen und im Herzen getragen seyn. — Ich erwarte Dich mit der größten Sehnsucht meines Herzens! —

[BJ 3.3] Meines sehr kranken Sohnes Liebe zu Dir hat mir ein liebes Begehren nach Dir vor ein paar Tagen kundgethan; Herr, vergebe es mir, so ich es Dir durch dieses Schreiben wieder kundthue! — Wohl weiß ich es, daß Dir unsere Gedanken schon eher bekannt sind, als ich und mein Sohn sie noch gedacht haben; aber demungeachtet schreibe ich Dir, als wie man einem Menschen schreibt, und thue das nach dem Rathe jenes von Dir mir anempfohlenen armen jungen Menschen, der sich nun schon bei mir festgehalten befindet, der da mir sagte, daß ja Jedermann so zu Dir kommen müsse, der von Dir etwas erhalten will! —

[BJ 7.1] Abgarus, ein kleiner Fürst in Edessa, Jesu, dem guten Heilande, alles Heil, der erschienen ist in der Gegend um Jerusalem, ein Heil allen Völkern, ein Herr und ein gesalbter König von Ewigkeit, ein Gott aller Creatur, aller Menschen und aller Götter, der guten wie der bösen! —

[BJ 7.12] Höre, Mein geliebter Sohn und Bruder Abgarus, es verhält sich richtig Alles genau also, wie du Mich nun benachrichtigt hast; aber dessen ungeachtet muß mit Mir Alles also geschehen, weil sonst kein Mensch ewig je das ewige Leben erreichen könnte, was du jetzt freilich nicht einsiehst, aber in der Kürze dieses große Geheimniß einsehen wirst.

[BM 4.1] Sie gehen nun weiter mehr gegen Mittag gewendet, und kommen nun zu einem ganz ordinären Bauernhofe, vor dem ein leicht zu erkennender kleiner lutherischer Tempel steht. Als der Bischof dieses größten Dornes in seinen Augen ansichtig ward, da bleibt er stehen, um ein Kreuz ums andere über seine stark kahle Stirn zu schlagen, und sich an die Brust mit geballter Faust unter steter Begleitung des mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa zu schlagen.

[BM 8.12] Das seh ich aber schon ein, nun wenn das eine Prüfung meiner Hauptschwäche ist, so wird es mit mir einen ganz verzweifelten Haken haben; denn in diesem Punkte war ich auch auf der Welt insgeheim ein Vieh in optima forma! Ja, wenn ich da so eine recht üppige Dirne sah, so gings mir---------taceas! (schweig). Wie Viele habe ich----------- taceas de rebus praeteritis! (schweig von den erdweltlichen Dingen) schöne junge Nonnen! – taceas, taceas! – o das waren selige Zeiten; – aber nun taceas!

[BM 10.3] Daher sein (dieses Bischofs) Gang gegen den stets dunkler werdenden Abend (d. h. Zweifels-Zustand); daher der mit spärlichem Moose bewachsene Boden, welcher die Trockniß und die magerste Geringheit Meines Wortes in dieses Mannes Gemüthe bezeichnet; und daher die stets zunehmende Dunkelniß, weil das zu gering und gar nicht geachtete, und noch weniger beobachtete Wort Gottes, vor dem sich derlei Bischöfe nur pro forma in rothen und goldenen Gewändern beugen, in ihnen nie zu einer Lebenswärme gediehen ist, aus der dann das herrliche Licht des ewigen Morgens für den Geist hätte hervorgehen können.

[BM 11.5] Das wär mir ein schönes „requiescant in pace, et lux perpetua luceat eis!“ Auf der Welt werden sie diese herrliche Hymne mir sicher oft genug nachgesungen haben, und ich ruhe nun wohl für die Welt ewig, und meine Asche wird noch irgend von einer Sonne beschienen, oder von einem andern phosphorischen Moderschimmer einer Todtengruft; aber ich, ich, der eigentliche ich! was ist aus mir geworden?

[BM 13.2] Noch mißlicher aber ist die Lage, wenn das Alleinsein mit einer Lebensgefahr bedroht ist, wenn auch oft nur zum Scheine, aber dessen ungeachtet ist ein solches Alleinsein auch noch um tausendmale besser, als die anmuthigste und schönste Gesellschaft, denn in solchem Alleinsein bedroht einen nur ein scheinbarer Untergang, für den es noch eine Rettung gäbe, so er auch wirklich erfolget wäre; in der bezeichneten anmuthigen und schönen Gesellschaft aber bedrohen einen Menschen nicht selten tausend wirkliche Gefahren, jede vollkommen tauglich, Seele und Geist ganz zu verderben, und in die Hölle zu bringen, von der es nahe gar keinen Ausweg mehr gibt! Daher war dein gegenwärtiger Zustand für dein Gefühl wohl ein sehr mißlicher, aber für dein Wesen keineswegs ein unglücklicher;

[BM 14.1] Spricht darauf der Bischof: „O du mein hochgeehrtester und überaus alles Dankes würdigster Retter! ich kann dir auf diese deine Enthüllung leider nichts anderes sagen, als: das ist alles mea culpa, mea quam maxima culpa! denn es ist alles also, und ist buchstäblich wahr; aber was läßt sich nun thun?!

[BM 15.14] Du wirst nun hoffentlich einsehen, daß hier, wo nichts als die reinste Wahrheit mit der ewigen Liebe geeint nur gilt, mit all deinen Entschuldigungen nicht weit gereicht wird; außer mit der alleinigen mea quam maxima culpa (meine alleinige Hauptschuld), das ist allein recht, alles andere gilt vor dem Herrn nichts; denn das wirst du wohl zugeben, daß Gott die Welt in ihren kleinsten Fibern besser kennt von Ewigkeit her, als du sie je erkennen wirst; darum wäre es auch der größte Unsinn, so du Gott dem Herrn zu deiner Entschuldigung beschreiben wolltest, wie sie ist, obschon du sagest, daß du das nicht zu deiner Entschuldigung sagst, sondern blos nur, daß darum der Herr mit dir eine Rücksicht nehmen solle, ohne dabei im Geringsten zu bedenken, daß du selbst ein Hauptweltschlechtermacher warst!?

[BM 16.2] Spricht der Schiffsmann: „Frage dein Herz, deine Liebe; was sagt diese, was ist ihre Sehnsucht? Hat dir diese aus deinem Leben heraus ganz bestimmt geantwortet, so hast du dann schon in dir selbst dein Loos entschieden; denn Jeder wird von seiner eigenen Liebe gerichtet.“

[BM 16.4] Meinem innersten Gefühle nach möchte ich bei Gott meinem Schöpfer sein; aber da treten mir meine vielen und großen Sünden in den Weg, und ich sehe dann die Realisirung solches meines Wunsches für rein unmöglich an!

[BM 16.7] Nur Ein Gedanke kommt mir am wenigsten schwer und unmöglich zu realisiren vor, und ich muß es gestehen, daß das nun meine Lieblings-Idee ist, nehmlich bei Dir, wo Du auch sein magst, die ganze Ewigkeit zu sein und zuzubringen! Obschon ich auf der Welt diejenigen am wenigsten leiden konnte, die es wagten, mir die Wahrheit ins Gesicht zu sagen; so aber habe ich Dich eben dadurch nun über alles lieb gewonnen, weil Du mir die Wahrheit wie ein allerweisester, aber auch wie ein allersanftester Richter schnurgerade ins Gesicht gesagt hast! Bei dieser Hauptlieblingsidee aber werde ich auch verbleiben in Ewigkeit.“

[BM 16.8] Spreche Ich: „Nun gut, wenn das deine Hauptliebe ist, von der du dich in der Folge aber noch tiefer überzeugen mußt, so kann sie sogleich ausgeführt werden; siehe, wir sind nun nicht mehr ferne von einem Ufer, und ebensowenig ferne von einer Wohnhütte; Mein Geschäft kennst du nun schon, daß Ich ein Lotse bin im vollsten Sinne des Worts? Du wirst nun dieß Geschäft mit Mir theilen; den Lohn für unsere Bemühungen wird uns unser Grundstückchen bringen, das wir in geschäftsfreien Augenblicken nach Möglichkeit emsigst bearbeiten wollen; und sieh dich um, neben dir wirst du noch Jemanden finden, der da getreust mit uns halten wird!“

[BM 18.16] Die Beiden thun schnell, was ihnen befohlen wird; der Bisch. M. kratzt sich hinter den Ohren zwar, denn er hätte so gewisser Art für einmal schon genug; aber dessen ungeachtet thut er dennoch schnell, was von Mir aus geboten ist.

[BM 21.2] Ich kenne wohl das Gefühl der Freundschaft, und kenne auch die Liebe zum weiblichen Geschlechte; auch kenne ich die interessirte Kinderliebe zu ihren Eltern, nur die Liebe der Eltern zu ihren Kindern kenne ich nicht; kann aber die Gottliebe einer von diesen erwähnten Liebearten gleichen? die alle auf den unlautersten Füßen basiret sind, indem sie auf lauter Geschöpfe gerichtet sind!

[BM 24.10] Spricht B. M.: „Es wäre schon alles recht, wenn wir nun nur gleich so einen kleinen Ozean bei der Hand hätten; aber ich entdecke hier auch nicht einen Tropfen Wassers; ich meine, diese Geschichte wird etwas hart gehen ohne Wasser!?“

[BM 25.1] Wir kommen nun in unser Gemach, das zwar nicht im reichsten Glanze prunket, aber dessen ungeachtet überaus geschmackvoll eingerichtet ist.

[BM 25.4] Diese Ausschmückung geht auf der Erde aber darum länger her, weil dort die Trägheit der Materie, die erst bearbeitet werden muß, ein überaus hemmendes Medium ist; hier aber fällt dieses Hemmniß weg, und so wird der Plan des Verstandes auch sogleich als ein vollbrachtes Werk dargestellt; denn was hier ein vollkommener Geist denkt, und das Gedachte zugleich auch will, so ist es auch schon vollendet also da, wie es gedacht wurde.

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