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[GR 13.13] Wir wollen bei dieser Gelegenheit den Berg selbst einige Worte von sich geben lassen, welche also lauten dürften: Sieh mich an, du fröhlicher Wanderer, im heitern Morgen deines Gefühles; du warst ehedem wie du mich nun erschauest, und warst düster und traurig, und eine erstickende Nacht drohte dich zu verschlingen; und wie nun um mein ganzes Wesen, also umlagerten auch dich schwüle und schwere Wolken; du wußtest nicht, was sie über dich ausbrüten werden; es kamen gar bald gewaltige Stürme über dich hergezogen, und so mancher Blitz traf dich aus deiner Wolkenmasse; du aber verzagest nicht, hattest mich zum Vorbilde in deiner Seele und standst da gleich mir, ein hoher Fels, unerschrocken und Trotz bietend solcher Versuchung. Siehe, die Stürme, die dich zu vernichten drohten, umwandelten sich gar bald in rettende Engel und befreiten dich von der großen Last deiner Nacht. Somit kleiner Freund im Thale da unten, der du mich nun heitern Gemüthes betrachtest, da ich begraben bin in der Wolken Nacht und Stürme um meine Stirne wehen, als wollten sie mich vernichten, beachte wohl dieses Bild vor dir; denn nur dadurch wirst du im beständigen Morgen deines Gefühles verbleiben, wenn du dir oft genug das Bild vor die Augen stellest, wie es einst um dich aussah, da du mir in diesem meinem Zustande glichest.

[GR 13.28] Solches beachtet demnach wohl, und prüfet euch darnach und thuet darnach, so wird der wahre innere Segen der Berge über euch ebenfalls also ausgegossen werden, wie da die Berge ihren euch bekannten Segen ausgießen über alles Land, und solches ist wahr, richtig und getreu; wie Ich Selbst aber vorzüglich gerne auf den Bergen war und sättigte da so viele Hungrige mit wenig Broden, und zeigte Mich verklärt auf einem Berge, und fuhr von einem Berge auf in Mein Reich, also sage Ich euch auch dieses von den Bergen, und eröffne euch dadurch eine große Pforte in das Reich des ewigen Lebens!

[LAO 1.2] Der heiligen Gemeinde von Laodicea, und allen den gläubigen Brüdern in Jesu Christo in ihr, und den Weisen im Geiste Gottes; Gnade sey mit euch, und der wahre Friede von Gott, unserem Vater, in dem Herrn Jesu Christo.

[LAO 1.40] Sehet, Babel, die große Hure der Welt, hat der Herr vernichtet; denn sie gab vielen Völkern den Tod! — Was aber werdet ihr gewinnen, so ihr aus Laodicea ein neues Babel errichten wollet? — Daher lasset ab von Dem, was der Gräuel der Verwüstung von Neuem herbeiführen möchte, wovon Daniel geweissagt hatte, da er stand an heiliger Stätte. —

[LAO 3.28] Höret aber auch, ihr Weiber zu Laodicea; also will es der Herr, unser Gott von Ewigkeit, daß ihr vollkommen unterthan seyn sollet eueren Männern in Christo dem Herrn; denn im Manne habt ihr das Haupt Christi.

[BJ 1.5] Ich habe auch gehört, daß die Juden wider Dich murren, und Dir Böses zufügen wollen. — Ich aber habe eine zwar kleine, aber wohlgeordnete Stadt, welche für uns beide hinreichend sein wird; daher komme Du, mein überaus hochgeachtetster Freund Jesus, zu mir, und bleibe bei mir in meiner Stadt und in meinem Lande; da sollst Du von Jedermann auf Händen und im Herzen getragen seyn. — Ich erwarte Dich mit der größten Sehnsucht meines Herzens! —

[BJ 3.3] Meines sehr kranken Sohnes Liebe zu Dir hat mir ein liebes Begehren nach Dir vor ein paar Tagen kundgethan; Herr, vergebe es mir, so ich es Dir durch dieses Schreiben wieder kundthue! — Wohl weiß ich es, daß Dir unsere Gedanken schon eher bekannt sind, als ich und mein Sohn sie noch gedacht haben; aber demungeachtet schreibe ich Dir, als wie man einem Menschen schreibt, und thue das nach dem Rathe jenes von Dir mir anempfohlenen armen jungen Menschen, der sich nun schon bei mir festgehalten befindet, der da mir sagte, daß ja Jedermann so zu Dir kommen müsse, der von Dir etwas erhalten will! —

[BJ 7.1] Abgarus, ein kleiner Fürst in Edessa, Jesu, dem guten Heilande, alles Heil, der erschienen ist in der Gegend um Jerusalem, ein Heil allen Völkern, ein Herr und ein gesalbter König von Ewigkeit, ein Gott aller Creatur, aller Menschen und aller Götter, der guten wie der bösen! —

[BJ 7.12] Höre, Mein geliebter Sohn und Bruder Abgarus, es verhält sich richtig Alles genau also, wie du Mich nun benachrichtigt hast; aber dessen ungeachtet muß mit Mir Alles also geschehen, weil sonst kein Mensch ewig je das ewige Leben erreichen könnte, was du jetzt freilich nicht einsiehst, aber in der Kürze dieses große Geheimniß einsehen wirst.

[RB 1.1.3] Auf diesem Wirkungsstandpunkte machte er sogleich tausend große Pläne, setzte sie auch nach Möglichkeit in's Werk. Vor Allem lag ihm ein gewisses Völkerwohl am Herzen, welches zu bewerkstelligen er kein Opfer scheute! – Fürwahr, so er alle Schätze der Erde besessen hätte, so hätte er sie auch alle, sammt seinem Leben, für die Realisirung dieser seiner für ihn höchsten Idee in die Schanze geschlagen!

[RB 1.1.10] Dieser Mann wurde in der früher erwähnten Stadt, wo er seine völkerbeglückende Idee durch die Gewalt der Waffen, wie durch seine Reden realisiren wollte, als ein dem Staate gefährliches Individuum gefangen genommen, und nach einem kurzen Prozesse aus dieser in die andere Welt befördert, und somit ward auch sein dießweltlicher Völkerbeglücken-sollender Wirkungskreis abgeschlossen. (+ am 9. Nov. 1848.)

[RB 1.4.4] Wie er, bin auch ich ein Sohn von Dir und aus Dir, so Du Einer bist?! – Bist Du aber nicht und nirgends, außer im Bewußtsein der Menschen selbst, ist Deine Kraft nur jene, deren sich der Mensch bewußt ist, – dann freilich rede ich nur leere und fruchtlose Worte, und bin um mein ganzes Wesen für ewig betrogen, und das auf das Schändlichste! „Warum aber mußte ich ein lebendes, meiner selbst bewußtes Wesen werden? Warum mußte irgend eine im endlosen Raume sich selbst ergriffene plumpe Idee in mir zum klarsten Ausdrucke des sich erfassenden Seins werden? – Ward ich denn eine Realität voll des hellsten Sichselbstbewußtseins etwa darum, um von einer andern füsiliert zu werden? – Verfluchter Zufall, der mich je in ein so elendstes Dasein versetzte! – Wenn es Teufel gäbe, arg und böse über jede menschliche Vorstellungskraft, so sollen sie doch jede wie immer Namen habende Kraft, die mich werden machte, für ewig zerstören! -

[RB 1.7.6] Aber – jetzt geht mir ein neues Gedankenlicht auf! – – Ja, ja, so ist es! – – – o du herrliche echtdeutsche Filosofie, du unversiegbarer Born der wahren Weisheit; du bringst Jedem das rechte Licht, der dich, wie ich, mit aller Gluth und Liebe ergreift, und dich in allen noch so sonderbaren Lebenszuständen als einzigen und verläßlichsten Rathgeber und Wegweiser benützet! – Schau, wie geschwind habe ich nun mit deiner Hülfe diesen gordischen Knoten gelöst!? – Wo im Reiche des Nichts ein individuelles Sein sich vorfindet, da können ja in selbem Nichtse sich irgend noch eine Menge anderer, entweder homegene oder anders geartete Seins vorfinden!? und so können außer diesem meinem Sein sich noch eine Menge allerartiger Wesenheiten befinden, die zur Erweckung der Elektrizität tauglich sind, ohne das eigentlich uns Alle umsassende Nichts nur im Geringsten zu beeinträchtigen. Bravo, so ist's gut, – und ich weiß es nun, daß es außer mir in dieser Nacht des Nichts doch noch wie immer geartete und gestaltete wesenhafte Nachbarn giebt. Ich bin somit durchaus nicht gar so ganz allein hier, als wie ich's mir schon jetzt eine leider sehr geraume Zeit vorgestellet habe!? – O das ist gut; das ist sehr gut! -

[RB 1.9.7] Darum wäre es wahrlich besser, in dem finstersten Aberglauben Roms zu leben und zu sterben, da man wenigstens im blinden Glauben seinen Leib ablegte, nach dessen Abfalle entweder gut oder schlecht der Seele nach fort zu leben des Glaubens wäre, und sonach auch dem Tode leichter in's Angesicht schauen könnte, als daß man als ein Rongeanischer Puritaner mit des Leibes Tode alles Leben für ewig zu verlieren wähnt, und sich somit vor dem Tode auch ganz gräßlich entsetzlich fürchten muß, wie es bei mir seligen Angedenkens der schaudervollste Fall war! O Himmel! – lieber ewig in dieser wesenlosen Leere schmachten, als noch einmal solch' eine Todesangst auszustehen! –

[RB 1.10.9] Der große Shakespear hatte wahrlich recht, da er sagte: Zwischen dem Monde und der Sonne geschehen Dinge, von denen sich die menschliche Weisheit noch nie hatte etwas träumen lassen, – und o Shakespear, zu diesen Dingen gehört die Unsterblichkeit irdischer Leibsbekleidungen! – Und, – da scheint eine ganz sonderbare Fügung dabei obzuwalten; – gerade mein Siegeskleid, das Kleid der höchsten Schande in den Augen meiner Feinde, ist mit mir erhöhet zur höchsten Freiheit! – Ja – das kann nur ein liebevollster und gerechtester Gott also fügen! – nun glaube ich aber auch, zur Beschämung Hegels und Strauß's, daß es einen wahrhaftigsten Gott giebt, der es ewig nicht nöthig hat, erst bei Hegel und Strauß anzufragen, ob Er da sein darf und kann, auch ohne Hegel und Strauß!?

[RB 1.11.2] Ja, ja, wie mir meine Hegelsche und Rongeanische Weisheit unbeschadet geblieben ist, so ist auch ihm sein großer Weisheitsschatz geblieben, aus dem heraus, und mit dessen unschätzbarer Hülfe er mir nun durch Blitze kund thut, daß er sich irgend in meiner Nähe befindet, und vielleicht eben so den Wunsch hat, in dieser Leere irgend ein Wesen zu treffen, dem er sich mittheilen könnte!? Es muß kein Spaß sein, mit dem gewecktesten Geiste von der Welt 1800 und dazu noch etliche 40 Jahre sich blos mit seiner höchst eigenen Gesellschaft begnügen zu müssen, und das als einer der größten Menschenfreunde! O edelster, bester und größter Menschenfreund! wohl bin ich deiner Größe gegenüber nicht werth, dir die Schuhriemen aufzulösen; aber was nützt hier alle irdische Größe! Da verschwindet wahrlich aller irdische Glanz, und alle irdische Berühmtheit! -

[RB 1.11.4] O wenn es doch möglich wäre, daß wir uns einander nahen könnten, wahrlich unsere Gesellschaft genügte uns für ewig! – Zwei große sich in allem höchst verwandt fühlende Seelen würden wohl für ewig nie des herrlichsten Besprechungsstoffes ermangeln, und sich dadurch auf die herrlichste und alleranziehendste Weise die Zeit, oder auch die Ewigkeit sehr verkürzen und köstlichst würzen!? – – Aber was nützt da auch der beste Wunsch?! – Wer soll, wer kann ihn realisiren?!

[RB 1.14.5] O Du, mein allerbester, und aller Liebe würdigster Meister Jesus! – Wie sehr bedauere ich Dich einerseits, und wie sehr liebe ich Dich darum aber auch andererseits, ebendieser Deiner bis jetzt noch gleichen Armseligkeit wegen; denn sieh, wärest Du mir in einem nur einigermaaßen seligeren Zustande entgegen gekommen, so hätte es mich wahrlich grgert, daß ein Geist, wie Du, nach dem Abfalle des Leibes nicht sogleich zur höchsten Auszeichnung gelangen solle, wenn es irgend eine höchste und allgerechte vergeltende Gottheit giebt!

[RB 1.14.6] Aber, da ich Dich hier gerade so noch antreffe, als wie Du die Erde verließest, so scheint die Sache der Wesen und ihrer Verhältnisse eine ganz andere zu sein, als wie wir sie uns vorstellen?! Und weil diese Sache sicher eine ganz andere ist, und auch sein muß, so erscheint dieser unser Zustand nach der Ablegung des Leibes als eine in und aus sich bedingte Nothwendigkeit, durch die wir freilich erst nach weit hinaus gedehnten Zeitläufen das an uns werden realisiren können, was in unserem Erkenntniß- und Begehrungs-Vermögen als Basis unseres Seins durch sich selbst gegeben ist.

[RB 1.14.7] Von diesem Standpunkte aus Dein und mein gegenwärtiges Sein betrachtet, erscheint es dann freilich in so ferne noch immer bedauernswürdig, weil die Realisirungsfähigkeit dessen, was wir in uns aus den erworbenen Erkenntnissen zur klaren Vorstellung gebracht haben, unberechenbar weit hinter der Macht unseres Willens liegt; allein, um die werden sollende Realisirung unserer klaren Vorstellungen mit der Schwäche unseres Willens, oder vielmehr mit der Schwäche der Macht desselben in einige erträgliche Ausgleichung zu bringen, besitzen wir in unserem Gemüthe freilich zum größten Glücke eine Art Lethargie, die wir im bürgerlichen Leben Geduld nennen; diese macht uns unseren Zustand wohl erträglich; aber freilich wird sie manchmal auf eine Probe gestellt, von der wir Beide uns sicher so manches für ewig werden zu erzählen wissen!

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