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Einleitung Die Erde

7. Und wieder kam ein anderer aus der Fremde und bewunderte diese Uhr und fragte nach dem Meister derselben und man gab ihm zur Antwort: „Der Meister dieser Uhr war ein ganz schlichter Landmann, und es ist nicht gewiß, ob er des Lesens und Schreibens kundig war!“

8. Diese richtige Antwort brachte den Fremden in eine förmliche Wut, daß er darob schwieg und bald ging, weil er nicht gekommen sei, um sich da für einen blöden Narren auf eine so plumpe Art schelten zu lassen.

9. Und so kamen noch eine Menge und fragten wie die ersten; als man sie aber näher in die Geheimnisse dieses Kunstwerkes einweihen wollte, da wurden sie alle ärgerlich und sprachen: „Bis wir das mit eigenen Augen gesehen haben, können wir es nicht glauben!“

10. Und siehe, man führte sie in den Turm. Als sie aber da das nahezu zahllose Räderwerk, die vielen Hebel, Zylinder, Haken, Stangen und noch tausend andere mechanische Vorrichtungen und Verbindungen erblickten, da wurden sie förmlich unsinnig und sprachen und schrieen: „Wer kann dieses Werk durchschauen und begreifen? Das kann kein Mensch gemacht haben! Da gehören hundert Menschenalter dazu, um nur die Bestandteile dieses Werkes abzuzählen, geschweige erst zu machen!“ – Und all diese Fremden gingen ganz unsinnig von dannen.

11. Nur wenige ließen sich über die Richtigkeit dieses Werkes belehren, obwohl den wenigen Besseren der zu schlichte und unwissenschaftlich gebildete Werkmeister ein Stein des Anstoßes blieb – mehr oder weniger.

12. Was wohl lehret dieses Bild? Was ist dessen innerer, geheimer Sinn? – Darüber denke jeder ein wenig nach und übe sich also im Aufsuchen der inneren Wahrheiten und entdecke darin so viel, als ihm möglich ist, bis seiner Zeit die vollkommene Löse gegeben werden wird! Amen.

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