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[DZS 1.3] Statt daß die Gottheit dem Volke zum allerhöchsten Troste bekannt gegeben werden möchte, wird sie demselben nur gegeben als ein Etwas, das nichts zu thun hat, als in jeder Minute Milliarden von solchen moralisch verdorbenen und ungehorsamen Kindern in's ewige Feuermeer unwiderruflich zu verdammen;

[DZS 1.10] und Tausende können mit einer Federflaume leichter regiert werden, als zehn finstere Dümmlinge, die von Mir keine andere Vorstellung haben, als jene eines vielleicht existirenden Tyrannen, oder eines Wesens, das früher seinem Gläubigen gleich einem Vampyr den letzten Blutstropfen ausgesaugt, bis es ihn endlich mit dem ewigen Leben, auf einer lichten Wolke ewig kniend und anbetend, beseligt. —

[DZS 1.12] Die Folge davon war schon im Anfange keine andere, als daß der weltsüchtigere Theil sich endlich von aller Religion und was immer für einer christlichen Gotteslehre, wie ihr zu sagen pflegt, aus dem Staube gemacht hat;

[DZS 2.14] Sehet, solchem Unsinne muß Ich schon beinahe in das dritte Jahrtausend zusehen, wie dieses verruchte Volk im Besitze von der alten noch vorsündfluthlichen Religion, davon ihr jetzt schon einige Kenntnisse habt, solchen unaussprechlichen Unfug treibet! — Da sehet her am Ende der erleuchteten Tafel: Seht, eine Sanduhr ist es, und wenige Körnchen nur sind noch zum Falle übrig. —

[DZS 3.5] Sehet, wie ihre Priester ihnen von ihren Thürmen Fluch und Trug, aber keinen Segen predigen, und sättigen die Armen mit ihrer elysäischen Luft; während diese ihnen für dieses Nichts noch Das, was ihnen der Herrscher gelassen, wenigstens zur Hälfte opfern müssen.

[DZS 3.12] Doch daher blicket, und schauet kühne, bewaffnete Kletterer des Despoten kühn ersteigen die Bergspitzen, und sehet hin, wie sie sich hinabstürzen auf die friedlichen Hütten, all' die friedlichen Bewohner übel umbringen, und ihre ganze Habe fortschleppen, und setzen andere gefangene Menschen an ihre Stelle und legen ihnen bei der fürchterlichsten Todesstrafe die sauere Pflicht auf, wenigstens für 10 Jahre im Verlauf von 3 Jahren den Tribut für den Despoten zu erarbeiten.

[DZS 3.14] Nun da sehet weiter herauf, sehet hier mehrere despotische Kriegsknechte mit Schlingen, Schwertern und Schießgewehren versehen; daher sehet, wie so eben die Schlingen über die flüchtigen Bewohner dieser Gebirgsgegend hin und her geworfen werden; sehet da ein wenig gegen Westen, wie Einige über Felsen kletternd die Flucht ergreifen, Väter, Mütter, Kinder. Jung und Alt klimmen mit blutenden Fingern, um zu entrinnen den Wütherichen; aber sehet auch zugleich, wie ihnen diese nachsetzen, und nun Eines um das Andere von den Felsen herabschießen; und nun sehet, wie sie da schon eine Menge Gefangener, Männer und Jünglinge, zusammenknebeln, um sie auf die elendeste und niederträchtigste Weise an den Ort ihrer militärischen Bestimmung zu bringen.

[DZS 3.29] Es giebt auch noch andere Lebensprobirmittel, die sich solcher echt satanische Frevel dieser Menschenkaufleute erlaubt; allein wir wollen deren nicht ferner gedenken, denn das ist gewiß, daß, so diese Kaufleute Löwen, Tiger, Schlangen und Hyänen führen, daß sie diesen Bestien eine unendlichmal größere Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Pflege reichen, als ihren armen Brüdern.

[DZS 4.1] Und nun sehet her auf die Fläche. Wieder ein anderes Bild; es ist allda nichts zu sehen, als Woge an Woge, und wie eine Fluth die andere treibt. Ich darf Euch nur sagen: Es ist dieses Bild nichts Anderes, als ein kleiner Theil des atlantischen Meeres, und in dieser vierten Stunde wollen wir uns somit auch auf dieser großen Wasserfläche ein wenig herumtummeln, um hie und da ein wenig dem Thun und Treiben der schwimmenden Häuser zuzusehen. —

[DZS 4.5] Nun dürftet ihr wohl schon beinahe errathen, was dieses Schiff im Schilde führt; nur wartet noch ein wenig. Betrachtet die Mienen des Observators am hohen Maste, wie er mit einem Rohre versehen nach allen Seiten herum stiert und die unübersehbare Wasserfläche von Woge zu Woge mustert; aber noch immer erblickt er kein Land.

[DZS 4.9] Aber nun sehet, der Observator schreiet „Land" vom Korbe; sogleich ist Alles heiter auf dem Schiffe, alle Segel werden, wie ihr sehet, nach dieser Insel hingerichtet. Sehet, wie ein Pfeil fliegt das Schiff über thurmhohe Wogen dahin, und sehet, sie haben soeben eine Bucht erreicht; die Anker werden geworfen, alle Mannschaft bis auf die nöthigen Wachen eilet in die kleinen Fahrzeuge, und mit diesen an die Küste.

[DZS 4.10] Sehet, wie sie da an der Küste alsobald eine frische Quelle entdecken, und es nun toll und voll zugeht, um das frische Wasser zu nehmen; und so ist in einigen Stunden das Schiff wieder mit süßem Wasser versehen, und wird jetzt Alles wieder flott gemacht.

[DZS 4.12] Es wird gelandet und an's Land gestiegen; die Bewohner, von dem Kanonendonner aufgeschreckt, ergreifen die Flucht; aber alsobald werden ihre Hütten klein durchsucht, und was da gefunden wird, wird in Empfang genommen, was es nur immer sei, und welchen Namen es auch haben möge. Sehet, da wurde schon ein armes Völklein seiner ganzen Habe beraubt; allein das ist noch nicht Alles von dieser Scene.

[DZS 4.13] Diese armen Fliehenden werden verfolgt, nicht selten fast gänzlich aufgerieben, oder, wenn es gut geht, wenigstens gefangen genommen und als gute Handelsprise nach Zeit und Gelegenheit in Amerika verkauft.

[DZS 4.18] Die Matrosen wehren sich verzweifelt, allein es nützt nichts; die Macht des englischen Schiffes ist diesem Raubschiffe beiweitem überlegen, und so muß sich dasselbe ergeben. Die englischen Matrosen steigen nun alsobald auf das Verdeck dieses Schiffes, befreien die Sclaven, und bringen dieselben auf ihr Schiff unter eine etwas bessere Pflege.

[DZS 4.24] Und so seht, wird jetzt gegen diesen Sclavenhandel von Seite Englands wohl große dagegen strebende Aufsicht gepflogen. Wird nun ein solches Schiff, mit Sclaven bepackt, entdeckt, so wird es alsobald gewaltig strafend gefangen genommen, die Sclaven werden frei gemacht, und dort entweder frei zur Arbeit verwendet, häufig aber dann auch aus freier Hand verkauft; und so ist dann diese Handlungsweise nichts Anderes, als was das alte römische Sprichwort sagt: Scyllam prateris, Carybdim invadis.

[DZS 5.11] Sehet, wie hinter je zu 10 ein ebenfalls gut aussehender Sclavenvogt mit Flinte und Schwert bewaffnet, und obend'rauf noch eine scharfe Hetzpeitsche in der Hand hält, und wie sich ein Armer nur eine Minute lang von der Erde aufrichtet, um seinen Arbeitsschmerz zu lindern, da ihm durch das beständige Gebücktsein beinahe alle Glieder steif geworden sind; sehet nur hieher, und überzeuget euch selbst, wie grausam der ehrliche sorgsame Vogt alsogleich sein Hetzwerkzeug in Bewegung setzt, in dessen Benützung er eine solche Fertigkeit hat, daß jeder Hieb reichlich das Blut aus dem Leibe des getroffenen Armen entlockt.

[DZS 5.13] Ich will es euch nicht sagen, sondern seht selbst daher auf diesen kleinen Fleck, und was ihr sehet, ist eben eine solche Sclaven-Mahlzeit.

[DZS 5.19] Mit hölzernen Löffeln wird nur an Feiertagen gespeist. Nun würdet ihr fragen, was haben denn diese Sclaven für einen andern Lohn? Die gar fleißigen, die so zu sagen Tag und Nacht sich zu Tode arbeiten, bekommen dann und wann etwas Rum und einige Früchte, und sogar für Feiertage eine abgetragene Jacke anzuziehen.

[DZS 5.24] Alsobald begab sich der beeinträchtigte Teufel zur Behörde, und reclamirte seine Flüchtlinge; das nachbarliche Haus, der Gesetze wohl bewußt, meldete sich alsobald bei der Behörde, und führte vermöge der vernommenen bitteren Klagen von Seite der Sclaven ein Wort zu ihren Gunsten.

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