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[DZS 1.2] Es wird dem Volke eine graue Kenntniß Gottes beigebracht, nicht darum, daß sie Selben erkennen und lieben, sondern nur als den unerbittlichsten Tyrann aller Tyrannen unermeßlich fürchten sollen; und so wird die Gottheit nur als eine Geisel geprediget, die noch fruchten solle, wenn alle andern Geiseln schon fruchtlos geworden sind.

[DZS 1.4] und so sehet euch ein wenig um, — erblicket die zahllosen Kerker, die alle voll angefüllt sind mit allerlei moralischen Verbrechern, und wie von Minute zu Minute diese Kerker immerwährend einen großzähligen Zuwachs bekommen, daß, wenn diese Kerker auf einem Punkte vereiniget wären, ihr glauben müßtet, die ganze Generation der Erde wird sich in wenigen Jahren bequemen müssen, allda hinein zu marschiren.

[DZS 1.6] Nun werdet ihr fragen, was haben denn alle Diese angestellt? Ja, sage Ich, es giebt darunter Mörder, Räuber, Diebe, Ueberläufer und Aufwiegler des Staates. Es giebt ferner noch eine Menge Menschen, die durch allerlei Betrügereien dem Staate großen Schaden gebracht haben; darunter, die sich gegen eine oder die andere politische oder auch moralische Anordnung schwer verstoßen haben. Sehet, da sind sonach die Verbrechen dieser Unglücklichen aufgedeckt, insoweit dieselben als wenigstens ein scheinbarer Grund dienen können.

[DZS 1.7] Nun aber wollen wir eine weitere Frage thun, und fragen: Worin liegt denn der Grund, daß diese Menschen zu solchen Verbrechern geworden sind? Und so ihr auch Jemand Andern fragen möchtet um diesen Grund, so werdet ihr sicher keine andere Antwort bekommen, als: Der Grund liegt entweder in der vernachlässigten Erziehung, oder, was ohnedieß Eines und Dasselbe ist, es waren schon ihre Eltern, Vor- und Ureltern also gestaltet.

[DZS 1.8] Ich frage aber wieder, woran lag es denn, daß diese Menschen eine so schlechte Erziehung erhielten, ja daß man in der Erziehung eine ganze Generation vernachlässiget hat? Ihr dürft gar nicht weit greifen, und die Antwort wird sich euch von selbst aufdringen: Der Hauptgrund ist kein anderer, als die Politik, vermöge welcher die machthabende Menschenklasse sich um nichts so sehr kümmert, als daß die Untergeordneten ja so viel als möglich in aller Dunkelheit gehalten werden möchten, in der Furcht, wenn das Volk nähere Aufschlüsse über Mich und dadurch auch über seine eigene Bestimmung erhalten möchte, es da mit ihrer Macht und ihren zeitlichen Einkünften bald ein Ende haben dürfte;

[DZS 1.9] o diese Narren! Sie sollten nur Hinblicken auf Meinen David, der selbst ein König und ein Prophet und als Solcher ein großer Volkslehrer war, und sie würden alsobald ersehen, daß ein Volk, das Gott und seine Bestimmung erkennt, auch ein Volk ist voll Gehorsams und guten Willens;

[DZS 1.11] Sehet, ist es da nicht leicht zu begreifen, daß Menschen sich von einem solchen bösartigen Gotte so viel als möglich loszumachen suchen? Und wenn sie auch noch irgend Religion besitzen, so besteht diese in einer puren Ceremonie, und diese nur aus rein göttlichen Rücksichten.

[DZS 1.14] Und sie fanden in solcher Prüfung auch wirklich, daß Ich denn doch kein solcher Tyrann bin; vergaßen aber auf der andern Seite, daß Ich demungeachtet Gott bin, und nahmen dann Meinen Willen ebenfalls zu lau; Andere setzten Mich wieder so hoch hinauf, und philosophirten sich auf diese Weise jede Handlung, die in ihrer Natur nur irgend eine Anregung findet, für gerecht und vollends Meinem Willen gemäß, in der irrigen Idee, daß was immer da ihnen durch den thörichten Sinn fährt, ein Wille von Mir sei, und so entstanden anstatt der alten Thorheit eine Menge Albernheiten und göttliche Begriffsverschiedenheiten, daß es sich wahrhaft nicht der Mühe lohnt, sie für euch aufzuzählen.

[DZS 1.15] Der Grund von allem Dem war und ist kein anderer, als, wie schon oben bemerkt wurde, theils die moralische Politik, hauptsächlich aber die Trägheit und auch Furcht bei den Menschen, die vorgezeichneten Wege zum ewigen Leben im Ernste zu ergreifen; denn wahrlich sage Ich, wer Mein Reich nicht nimmt, wie Ich es verkündiget habe, der wird es nicht erhalten, und sollte er auch alle Secten in sich vereinigen, oder unter allen Secten stehen; denn Ich allein bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. —

[DZS 2.2] Hier ist nichts zu finden, als das krasseste Heidenthum, und wenn auch noch hie und da eine christliche Schaar zu Mir betet, wie sich auf dem Bilde darstellet durch die kleinen nackten und blutenden Menschengruppen. Da sehet hübsch in der Mitte von Asien eine riesenhafte Burg im Hochlande; es ist die Burg des Gottes Brama. Sehet, Dieser stellt es recht an; denn er versteht die Kunst, sogar die Könige zu prellen, und sie mit Dreck zu füttern.

[DZS 2.6] Allein es ist nicht das Einzige, was solchen Gebern widerfährt; denn kommt da Jemand nicht recht tüchtig beladen und bepackt, so wird zwar die Gabe auch angenommen, aber der Geber wird nicht geprügelt, sondern wird von den Engeln mit allerlei andern schauerlichen Bußen belegt, welche Bußen von der Art sind, daß sie hier erzählt beinahe unglaublich oder wenigstens im höchsten Grade lächerlich klingen müßten.

[DZS 2.8] Ihre Grausamkeit hat in dieser Hinsicht keine Grenzen; und doch ist ihre Verfassung überall so proclamirt, daß Niemand nach ihrer Lehre die ewige Seligkeit erlangen könne, wenn er diesem Brama wenigstens nicht einmal in seinem Leben ein tüchtiges Opfer dargebracht hat.

[DZS 2.11] Ein anderes Begnadigungsmittel ist noch das, daß, so Jemand ein hübsches junges Weib genommen hat, so darf er dieselbe nicht eher berühren, sondern wenn er diese Gnade erhalten will, so muß er sie an die Grenze, da die Engel Wache halten, hinbringen. Allda muß sie sich im Angesichte der Engel ganz nackt ausziehen, in ein schon dazu bereitetes Bad steigen, und sich da waschen, und wenn sie aus dem Bade kommt, sich dann festlich schmücken, und sich von dem Wache habenden Engel drei Nächte hindurch beschlafen lassen.

[DZS 2.16] Kümmert euch aber jedoch nicht Meiner Langmuth; denn die Armuth des Geistes wird schon bereichert werden. Aber wehe den Dienern der Bosheit! O ihr Lohn wird groß werden! —

[DZS 3.3] Sehet, überall herrschet der Abgott Mohamed; überall Raub, Mord, Sclaverei, und andererseits Despotismus und Tyrannismus im höchsten Grade!

[DZS 3.10] Damals beherrschten dasselbe Land Heiden zwar; aber sie waren doch wenigstens Menschen, und wußten wohl zu achten den Werth des Menschen, und ihre Lehre war eine, die, wie die mittelasiatische, aus den Zeiten Noah's herrührte, und war ihnen wohl bekannt das Wesen des großen Gottes; und waren aus dieser Kenntniß in mannichfacher Weisheit, welche sie freilich nur gewissen Menschen durch ihre Mysterien lehrten, und thaten dieses darum, damit der große Gott nicht durch irgend einen Unfähigen und Unwürdigen entheiliget werde; aus welchem Grunde ihr Land denn auch strotzte von den sogenannten Weltwundern aller Art, und ihre Weisheit und ihre Schule war bei allen Nationen als groß anerkannt.

[DZS 3.11] Noch heutigen Tages sehet ihr großartige Ueberreste der vormaligen Größe dieses Landes über den heißen Sand emporragen; aber nun sehet dieses Land jetzt an. Sehet dessen arme Völker, wie sie gleich andern Thieren gejagt werden; sehet da ziemlich südlich einige friedliche Hütten, eingeschlossen von beinahe unübersteigbaren Bergen.

[DZS 3.13] Sehet hierher, da ist eine andere solche Landschaft, da vor 3 Jahren Solches geschehen; sehet, wie diese Tribut-Erheber sich soeben jenen dahin gestellten Sclaven nähern und ihnen alle ihre erworbene Habe nehmen und fortschleppen, nachdem sie sie zuvor grausam gemißhandelt, und alle ihre Weiber und Mägde genothzüchtiget haben.

[DZS 3.14] Nun da sehet weiter herauf, sehet hier mehrere despotische Kriegsknechte mit Schlingen, Schwertern und Schießgewehren versehen; daher sehet, wie so eben die Schlingen über die flüchtigen Bewohner dieser Gebirgsgegend hin und her geworfen werden; sehet da ein wenig gegen Westen, wie Einige über Felsen kletternd die Flucht ergreifen, Väter, Mütter, Kinder. Jung und Alt klimmen mit blutenden Fingern, um zu entrinnen den Wütherichen; aber sehet auch zugleich, wie ihnen diese nachsetzen, und nun Eines um das Andere von den Felsen herabschießen; und nun sehet, wie sie da schon eine Menge Gefangener, Männer und Jünglinge, zusammenknebeln, um sie auf die elendeste und niederträchtigste Weise an den Ort ihrer militärischen Bestimmung zu bringen.

[DZS 3.15] Und nun gehet mit eurem Blicke wieder herab von den Bergen, und sehet da einen befugten Machthaber und Tributspächter des Despoten, wie er, um seine Geilheit aufzufrischen, einen ganzen Troß von Sclavinnen mit einer Peitsche durcheinander treibt, um dann wieder eine unter seinen mächtigen Hieben Blutende beschlafen zu können; anderer Gräuel, die hier in diesem Lande jetzt zahlreich verübt werden, nicht zu gedenken.

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