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[DZS 1.1] In der sogenannten bessern und gebildeten Welt, wo besonders die christliche Religion unter verschiedenen Sectenformen gäng und gebe ist, wird die Moral meist nur also geprediget, wie sie in politischer Hinsicht den Machthabern entweder in weltlichen oder in geistlichen Dingen gerade am zweckdienlichsten ist.

[DZS 1.2] Es wird dem Volke eine graue Kenntniß Gottes beigebracht, nicht darum, daß sie Selben erkennen und lieben, sondern nur als den unerbittlichsten Tyrann aller Tyrannen unermeßlich fürchten sollen; und so wird die Gottheit nur als eine Geisel geprediget, die noch fruchten solle, wenn alle andern Geiseln schon fruchtlos geworden sind.

[DZS 1.3] Statt daß die Gottheit dem Volke zum allerhöchsten Troste bekannt gegeben werden möchte, wird sie demselben nur gegeben als ein Etwas, das nichts zu thun hat, als in jeder Minute Milliarden von solchen moralisch verdorbenen und ungehorsamen Kindern in's ewige Feuermeer unwiderruflich zu verdammen;

[DZS 1.4] und so sehet euch ein wenig um, — erblicket die zahllosen Kerker, die alle voll angefüllt sind mit allerlei moralischen Verbrechern, und wie von Minute zu Minute diese Kerker immerwährend einen großzähligen Zuwachs bekommen, daß, wenn diese Kerker auf einem Punkte vereiniget wären, ihr glauben müßtet, die ganze Generation der Erde wird sich in wenigen Jahren bequemen müssen, allda hinein zu marschiren.

[DZS 2.4] Wer da hinkommt in die Nähe, und bringet Gold und Edelsteine, fette Ochsen, Kühe, Kälber und Schafe, dem thun die Engel nichts, sondern sie nehmen das Opfer in Empfang, und der Geber wird bloß mit 50 bis 100 Bambusstreichen entlassen.

[DZS 2.6] Allein es ist nicht das Einzige, was solchen Gebern widerfährt; denn kommt da Jemand nicht recht tüchtig beladen und bepackt, so wird zwar die Gabe auch angenommen, aber der Geber wird nicht geprügelt, sondern wird von den Engeln mit allerlei andern schauerlichen Bußen belegt, welche Bußen von der Art sind, daß sie hier erzählt beinahe unglaublich oder wenigstens im höchsten Grade lächerlich klingen müßten.

[DZS 2.10] Es versteht sich von selbst, daß die Mädchen von der ausgezeichnetsten Schönheit und die Knaben von der frischesten Gesundheit sein müssen. Wer von den Eltern ein solches Opfer darbringt, nebst noch einer andern bedeutenden Aussteuer dazu, der kann sich dann zwei Dinge erbitten, nämlich daß er für's Erste einen sogenannten Ablaß von allen seinen Kindern erlangt, und ihm alle Bußwerke erlassen werden, oder er kann sich auch, was eine besondere Begünstigung ist, von den Engeln alsogleich von seinem Körper entbinden lassen, um auf diese Weise höchst zuverlässig zu seiner Seligkeit zu gelangen?

[DZS 2.15] Ich will euch nicht all' die scheußlichen Bilder von Persien, Arabien, der Türkei, dem chinesischen Reiche, Sibirien und anderer kleinerer Staaten nicht zu gedenken, vorführen; denn ihr werdet nirgends etwas Anderes entdecken, als den allerscheußlichsten Völkerdruck, und der überall gepredigte Gott ist wahrlich nichts Anderes als der Satan selbst in den verschiedenartigsten Ausartungen seiner Bosheit.

[DZS 2.17] Ich sage, so erfinderisch auch der Satan ist, aber wahrlich Ich habe im Geheimen auch eine Erfindung gemacht, über die er sich bald von Ewigkeit zu Ewigkeit wird zu wundern haben. Ich habe lange geduldet, und wartete allenthalben auf Besserung; allein die Erde ist voll Eckelgeruchs geworden; darum habe Ich Meine Fackel schon angezündet, um sie in der Bälde zu verbrennen, damit ihr Eckelgeruch nicht sogar in Meine Himmel emporsteige, und die Wohnungen Meiner Getreuen verpeste.

[DZS 3.3] Sehet, überall herrschet der Abgott Mohamed; überall Raub, Mord, Sclaverei, und andererseits Despotismus und Tyrannismus im höchsten Grade!

[DZS 3.12] Doch daher blicket, und schauet kühne, bewaffnete Kletterer des Despoten kühn ersteigen die Bergspitzen, und sehet hin, wie sie sich hinabstürzen auf die friedlichen Hütten, all' die friedlichen Bewohner übel umbringen, und ihre ganze Habe fortschleppen, und setzen andere gefangene Menschen an ihre Stelle und legen ihnen bei der fürchterlichsten Todesstrafe die sauere Pflicht auf, wenigstens für 10 Jahre im Verlauf von 3 Jahren den Tribut für den Despoten zu erarbeiten.

[DZS 3.14] Nun da sehet weiter herauf, sehet hier mehrere despotische Kriegsknechte mit Schlingen, Schwertern und Schießgewehren versehen; daher sehet, wie so eben die Schlingen über die flüchtigen Bewohner dieser Gebirgsgegend hin und her geworfen werden; sehet da ein wenig gegen Westen, wie Einige über Felsen kletternd die Flucht ergreifen, Väter, Mütter, Kinder. Jung und Alt klimmen mit blutenden Fingern, um zu entrinnen den Wütherichen; aber sehet auch zugleich, wie ihnen diese nachsetzen, und nun Eines um das Andere von den Felsen herabschießen; und nun sehet, wie sie da schon eine Menge Gefangener, Männer und Jünglinge, zusammenknebeln, um sie auf die elendeste und niederträchtigste Weise an den Ort ihrer militärischen Bestimmung zu bringen.

[DZS 3.16] Nun sehet, wie dieses Land aussieht; vergleichet diese Plagen mit den einstigen sieben, und wahrlich, ihr müßt es gestehen, daß sie ein reines Manna des Himmels waren; denn wollt ihr euch den höchsten Grad der höllischen Verworfenheit denken, so reiset nach Egypten, und ihr werdet ihn buchstäblich finden.

[DZS 3.20] Nun lassen wir diesen nördlichen Theil dieses elenden Landes, wie auch den von ganz Afrika, und dahier sehet die unbekannte Mitte dieses Landes! Sehet hier noch hie und da die Hütten zerstreut, sehet, dieses Land ist groß und ist ringsum eingeschlossen von den unübersteiglichsten Bergen; sehet, das ist der einzige Punkt der Erde, da sich noch eine unverdorbene, höchst gutmüthige Menschenklasse vorfindet.

[DZS 3.30] Und damit wir den ganzen Welttheil kennen lernen, so blicket noch ein wenig herab auf den südlichsten Theil dieses Landes, das da Gute-Hoffnung genannt wird. Wahrlich sage Ich euch, da ist wirklich für den Satan eine gute Hoffnung; denn eben dahier ist der Handel so bedeutend, daß der Fürst der Finsterniß seine Capitalien durchgehends zu 1000 Prozent anlegt.

[DZS 4.4] Rathet ein wenig, blicket hinein in seine Vorrathskammern; sehet, es ist wenigstens auf 6 Jahre verproviantirt. Schauet in die goldne Kajüte des Capitains; seht auf die Tische hin, und ihr werdet finden Karten der Länder und die verschiedenartigsten Meßinstrumente.

[DZS 4.7] Nun sehet ein wenig die Scene! Sehet, dahier werden Loose in einen Topf geworfen; sehet, nun ziehen sie. Ein armer Neger hat das Loos gezogen; sehet, nun wird er entkleidet, seine Augen werden ihm verbunden, beide Arme an der Achsel fest unterbunden. Sehet, es naht sich der Scherge und öffnet ihm die Adern, und das Blut, das aus seinen Adern entströmt, wird alsogleich mit etwas Rum vermengt, zur Stillung des Durstes getrunken, der entblutete Neger aber wird sobald über Bord in's Meer geworfen; und weil dieser Trank nicht für Alle hinreichte, so wird dieses Verfahren noch an Einigen vollzogen, und aus ihren Adern der Bluttrank bereitet.

[DZS 4.8] Obschon diese Scene zu den äußerst seltenen gehört, und nur in der äußersten Wassernoth dazu geschritten wird, so ist sie deswegen nichts desto weniger als zu entschuldigen; ja es wäre ein Anderes, wenn in einer solchen Noth sich Einer oder der Andere aus übergroßer Nächstenliebe entschließen möchte, seine Brüder zu ihrer Rettung vom Tode mit seinem Blute zu tränken, welche That dann wirklich für Den, der Solches thäte, ein großes Zeugniß seiner Nächstenliebe wäre; aber auf diese Art ist es ein Gräuel, und es wäre besser, Tausende opferten sich freiwillig für Einen, als daß Einem eine solche grausame That angethan wird. —

[DZS 4.12] Es wird gelandet und an's Land gestiegen; die Bewohner, von dem Kanonendonner aufgeschreckt, ergreifen die Flucht; aber alsobald werden ihre Hütten klein durchsucht, und was da gefunden wird, wird in Empfang genommen, was es nur immer sei, und welchen Namen es auch haben möge. Sehet, da wurde schon ein armes Völklein seiner ganzen Habe beraubt; allein das ist noch nicht Alles von dieser Scene.

[DZS 4.25] Sehet, dieses zeigte Ich euch bloß darum, damit ihr euch den wahren Begriff von der sogenannten Aufhebung des Sklavenhandels machen könnet. Und so bleibt ein schnöder Kaufmann ein Kaufmann, und scheut sich gar nicht, in Meinem Heiligthume seine schändlichen Wechselbuden und Kramläden aufzurichten.

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