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[FL 12.47] Wer aber da sein will ein wahrer Thäter des Wortes, dem muß dasselbe also vollkommen Ernst sein, darum er dann, mit Meinem lieben David aussprechen kann: (Psalm 108) „Gott ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten; das ist auch meine Ehre; wohlauf denn ihr Psalter und Harfen; ich will frühe auf sein; ich will Dir danken, Herr! Unter den Völkern, und will Dir lobsingen unter den Leuten, denn Deine Gnade reichet so weit die Himmel sind, und Deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Erhebe Dich Gott über den Himmel, Deine Ehre über alles Land, auf daß Deine lieben Freunde erlediget werden; hilf mit Deiner Rechten und erhöre mich!“

[FL 12.50] Wohl ruft hier der David Psalter und Harfen auf, und will frühe aufstehen, um was denn zu thun?

[FL 12.51] Nichts als das Wort, denn wer das Wort in sein Herz aufnimmt und thut darnach, der danket und lobsinget Mir auf den besten Psaltern und Harfen, und thut solches unter Völkern und unter Leuten, oder er befindet sich in der Mitte der zwei schon bekannten Polaritäten, und strebet mitten hindurch zu Gott empor, und läßt sich weder irre machen von den Völkern, noch von den Leuten, oder von seinem Verstande, noch von seiner Trägheit.

[LAO 3.26] Mit Psalmen der Liebe und anderen Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern; aber singet im Herzen, und machet nicht ein leeres Geplärr mit dem Munde; so werdet ihr dem Herrn angenehmer seyn, denn da ist das eitle Geplärr der Pharisäer, Juden und Heiden, die da ihren Lippen viel zu schaffen machen des Goldes wegen; aber ihre Herzen sind dabei kälter denn Eis! —

[BM 14.5] Die Regierungen thun, was sie wollen, und die Religion gebraucht man nur noch als ein politisches Opium für’s gemeine Volk, um es leichter im Zaume und zu allem Möglichem dienstbar zu erhalten; da solle der Papst selbst versuchen, der Religion eine andere blos geistige Bedeutung zu geben, so wird man gegen seine deklarirte Unfehlbarkeit sogleich von allen Seiten her mit Waffen und klingendem Spiele zu Felde ziehen; aus dem aber auch klar hervorgeht, wie schwer es nun ist, besonders als ein Bischof die rechten Wege des Wortes Gottes zu gehen, indem er auf allen seinen Wegen und Stegen von einer Legion geheimer Aufseher beschnüffelt wird!

[BM 23.9] Einer aus den Wandlern spricht: „Gut, wir wollen dir folgen, nur das bemerken wir dir im Voraus, daß du uns in kein katholisches Haus bringst; denn da wäre für uns keines Bleibens, indem wir gegen nichts einen so starken Widerwillen haben, als eben gegen den über alle Pest stinkenden römischen Katholizismus, und namentlich gegen den Papst, gegen seine Bischöfe, und gegen das über alles schlechte Mönchthum der römischen Hure!“

[BM 23.10] Spricht der B. Martin: „Was Papst, was Bischof, was Mönch, was Luther, was Calvin, was Mohamed, was Moses, was Brahma, was Zoroaster? Das gilt nur auf der dummen Welt etwas, hier im Reiche der Seelen und Geister hören alle diese irdischen dummen Unterschiede so gut wie ganz rein auf! Hier giebt es nur Eine Losung, und diese heißt – Liebe! – mit dieser allein kommt man hier weiter, alles andere zählt so viel als – Nichts!

[BM 33.14] Spricht der Weise B.: „Fasse dich nur, Bruder, und sei versichert, der Herr ist besser, als Roms Päpste und Mönche Ihn darstellen; so lange wir Ihn aber so närrisch fürchten, wird Er wohl verziehen, und wird erst kommen, so wir unsere Furcht werden in Liebe umstaltet haben!

[BM 44.4] Dieses Planeten Geister dienen im Menschen entsprechend dazu, daß er wachse in allen seinen Theilen, auf der Welt körperlich, und hier geistig wesenhaft, d. h. bloß nur was die Ausbildung der Außenform betrifft, oder das Wachsthum des Menschen überhaupt, sowohl physisch, als auch psychisch der Form nach, wird durch das eigens geordnete und zugelassene Einfließen dieses Planeten bewirket.

[BM 54.8] Ich bin auch wirklich ein sehr schlechtes Luder von einem Geiste hier in diesem Pseudohimmelreiche; aber, was kann ich da thun? Vielleicht wird sich meine Bosheit doch etwa in 2000 wirklichen Jahren legen, so alles Irdische aus mir verraucht sein wird! O ich Vieh, ich Vieh!“

[BM 78.2] Zur Folge solches Lebens und laut den vielen Versicherungen der Kirche hätte meine Tochter ja doch sollen vom Munde auf in den Himmel fahren, da sie nebst ihrem gewissenhaft strengen Leben auch vom Papste selbst nicht nur einen, sondern ein ganzes Dutzend vollkommene von der lauretanischen Maria selbst privilegirte Ablässe bekam, wodurch ihr auch das Fegefeuer vollkommen erlassen war! Wie geht es demnach hier zu, wenn ein solches Leben vor Gott keinen Werth hat!?

[BM 78.12] Spricht wieder der Eine: ‚Nun, wenn dir die Kirche mehr galt als das reine Wort Gottes, so mußt du nun schon die Kirche um Rechenschaft angehen, und nicht uns, die wir als vollendetste Protestanten der römischen Kirche uns nie an etwas anderes gehalten haben, als allein an das nur, was Christus allein gelehret hat! Im Evangelio des Herrn aber steht nirgends was von einer alleinseligmachenden römisch-katholischen Kirche, nichts vom Papste, nichts von den Jesuiten, und nichts von den Herz-Jesu-Damen; sondern da steht es ganz einfach: Liebe Gott über alles, und deinen Nächsten wie dich selbst! Darin ist das Gesetz und alle Propheten!

[BM 79.2] Wo ist denn hernach Petrus, der Fels, den der Hölle Pforten nimmer überwältigen sollen? Rom behauptet solches von sich, und der jeweilige Papst, als ein vorgeblicher Stellvertreter Christi auf Erden, sitze auf diesem Felsen, unter dem beständigen Einfluße des heiligen Geistes! Solch eine Behauptung kann doch unmöglich etwas anderes als nur ein größter Gräuel vor Gott sein. O, sage es mir dann, und erläutere es mir, wie es denn zugeht, daß der Herr so was dulden kann?! Er hätte ja doch tausend Mittel für Eines, um diesem Uebel zu steuern!?‘

[BM 118.2] Mit solchen Wesen, wie dieses da ist, es aufzunehmen, gehört sehr viel mehr dazu, als wir es jetzt zu fassen im Stande sind! Mit diesem Wesen aber kann schon gar kein Engel es aufnehmen für sich, sondern allein mit der knappsten Hilfe des Herrn; denn diesem Urdrachen stehen ja 1000 und abermals 1000 der feinsten Trugmittel aus ihm selbst zu Gebote, durch die er alle Himmel berücken könnte, so es ihm vom Herrn zugelassen würde; wenn aber schon alle Bürger der Himmel vor ihm ohne der Dazwischenkunft des Herrn durchaus nicht sicher wären, was wollten dann wir Zwei als kaum Neulinge dieses Reiches gegen ihn ausrichten?

[RB 1.48.12] Aber diese hundsgemeinen Kerls betreiben diese Sachen mit einer so leidenschaftlichen Gier, daß sich wirklich alle Hunde, Affen, Spatzen und Fliegen vor ihnen allerwaidligst schämen müssen, so sie diese Lumpen in die Betrachtung nehmen! Was mich aber am meisten wundert, ist das, daß hier gerade die alten Schöpse und Esel es am ärgsten treiben! Da sieh einmal hinaus, dort unter einem Feigenbaume haben drei recht wunderalte Kerls eine Dirne, und machen Spektakel mit ihr! Ach Herr Je! – – – das ist ja doch zum Donnerwetter dreinschlagen! – – – Wird denn diese – Schweinerei kein Ende nehmen?!“

[RB 1.52.6] Aber sei ihm nun, wie es ihm wolle, was die noch größere Verschönerung dieser Tänzerinnen betrifft, so stelle ich es, so wie alles andere, natürlich ganz nur Dir anheim! Die Ersteren sehen nach meiner Beurtheilung wohl ohnehin gar nicht übel aus; denn sie sind, wie man auf der Erde zu sagen pflegt, so recht fest und nett beisammen; ihr Anzug ist recht, wie man sagt 'gewählt', und ihre Gesichter, Brüste, Arme und Füße suchen ihres Gleichen; aber die Anderen sehen wohl, besonders einige dort im Hintergrunde, sehr spitzig aus, und ihr Anzug erinnert mich sehr lebhaft an den Anzug jener sogenannten fliegenden Komödianten-Trupps, die sich als eben nie zu reiche und geniale Trambulin-Springer, Purzelbaummacher und Seiltänzer in den Märkten und Dörfern herumtreiben! So Du diese in ein bischen besseres Licht stellen möchtest, das – meine ich – könnte grade nicht schaden, vorausgesetzt, daß sie dadurch etwa doch nicht eitler werden, als sie nun zu sein scheinen; denn jetzt scheint sie die Eitelkeit eben nicht gar zu sehr zu plagen, darum sie auch wahrscheinlich sich mehr in dem Hintergrunde befinden!“

[RB 1.63.6] Kommt ein Anderer hinzu, und spricht in einem pathetischen Tone: „Freunde, bedenket, wo ihr seid! Das ist nicht etwa der Prater, oder die Brigittenau, in der die rohe Wienermenschheit noch zehnmal roher sich gebärdet als sonst; bedenket, hier ist das ernste Geisterreich, wo man ganz ordentlich und ernstlich sein muß, um nicht augenblicklich auf ewig verdammt zu werden; denn bei Gott ist keine Gnade und kein Pardon mehr in dieser Welt!“ – Spricht die Heldin: „O, o, o! ereifern's Ihne neit goar so ollmächti, Sie bratschulteriger Tapschädl! Daß unser liebe Herrgott mit an solchenen Eimerbiersauflimmel ka Erbarmniß hobe kan, wie Sei Aner san, das wird do etwa gaonz natürli san!?“ – Spricht der Pathetiker, seine Augen sehr weit aufthuend: „Waaas sagt diese Blocksbergshexe!? ohhh, für diese Hacke wird ja wohl auch sogar noch hier in der Geisterwelt sich ein Stiel finden lassen! Ist denn kein so gemeiner Kerl hier, dem es um seine Hände nicht leid sein dürfte, dieser unfläthigsten Dirne den Hals umzudrehen!?“ – Spricht die Heldin: „Oh, deßtwegen moches Ihner ka Müh! denn waons auf die gemeinste Kerlschaft hier ankäme, um mir den Hals umz'drahn, da war zu dem Gschäftl ja so ka Tauglicherer wie Sei!? Aber da moan i, daß so an Oarbeit für Sei wuhl no viel z'gut war! Was manens denn, wer Sei san, Sei lebendig täglichs 4 Eimer Bierfaßl, Sei!? Geltens, 's Birl, und Ihnre kropfete Mierl die gehn Ihne holt ob hier in der Geisterwelt, drum sans so ernstli!? aber tröstes Ihne nur, vielleicht kummt Ihre Mierl a bold nochi, und do wird dann der liebe Herrgott glei barmherziger sein als er hietzt ist!“ -

[RB 1.64.6] Spricht der Pathetikus: „Nein, böse gerade bin ich nicht auf dich; denn wahrlich, das würde mir zu keiner Ehre gereichen, auf dich böse zu sein, weil du gegen mich denn doch sozusagen nichts bist! aber in eure Mitte, wo die größte Gemeinheit herrscht, kann ich mich auch nicht mehr begeben; sondern ich werde mich hier im Kreise der Honoratioren aufhalten, und so gehe sie zurück!“ – Spricht die Heldin: „Aber gebns Ocht, daß den Honoratioren neben Ihnen nit übel wird, Sei eingebildeter Tapschädl Sei; was glaubn's denn, was Sei etwa da san?! I bin wuhl a recht lustigs Weaner Madl; aber schleacht bin i grod neit. Waon i aber für Sei'n z'schlecht bin, da such's Ihne holt a Beßri aus! Dort stangetn glei a Poar Dutzend; gehns hin, und probirns holt ehner Glück! Dei werde Ihne schun soge, wie viel's etwa werth san!“ -

[RB 1.65.1] Als unsere Heldin wieder in der Mitte der Ihrigen sich befindet, d. h. Jener, mit denen sie früher ein etwas beißendes Zwiegespräch hielt, da sagt der schon bekannte Franz zu ihr: „No, du odrati luxemburger Achazibaum-Mierl, wie is dir denn gaonge mit den bratschultrigen Kolifonifeuerhelden?! No, hast iehme so recht eine gsogt af ächt weanerisch?“ – Spricht die Heldin: „Na, verstanden wird er's wuhl hobn! Hietzt mant der Tolkentipl, daß er do a no a gnädiger Herr is! Na, den werdns do glei anondri Wurst broden! Ober gsagt hob is iehma! hätts eis nur ghört, wie iehms der Herr Blum eini gsogt hot, weil er mi verkloge is gaongen! eis hätts a narische Fraid ghobt! I wünsch kan Menschen was Schlechts, a diesem Tapschädl nit; aber weil er holt goar a so a hochmiethiger Dinger is überanant, do hob i a rechti Fraid, won iehma die guaten Herrn dort a wengerl die Flügel stutzen than; o dös gschiacht iehme schun recht!“ – Spricht der Franz: „Na, Mierl, hietzt gfohlst mi schon wieder, und i bin schon wieder guat af di; ober dos sog i di a, wons mi wieder a mohl so angreifst, wie's ehnter ton host, da mogst schaun, wie‘s weiter kummen mogst! Ober hietzt is olles wieder guat; vesteast mi? Olles wieder guat!“

[RB 1.68.3] Spr. die Heldin: „Nooooo und! Sei bratschultriger Tapschädl Sei! – Geacht Sener dos eper wos aon?! Schans, daß weiter kummen. Sei naturwidrigs Fleischfutrohl von olle odelichen weaner Drecksäu! sist sog is Sener, wia's af echt deitsch hasen than! – Do schau der Mensch so an zopf'gen Gollpitzl-Fabrikanten aon! – Hiatzt is Jähna goar nit recht, daß unser ans mit an sulchenen Herrn redt! Wos glabes a, wer Sei san! glabens denn, weil's a mohl auf dr Welt als pansenirter Frierschitz an kaiserliche Sabl trogen han, doß Sei deshalb a do, in dieser Welt beßer san, als unser ans! – o Sei tamischer Tapschädl Sei! do wird mas Ener glai an Extra-Wurst brode! is wuhl guat, daß Christus der Herr net do bei uns is; denn Der miaßt ja a narschi Freid habe, waon Er so an grobe Limmel vorn Ahm sähet, wie do Sei aner san! – Hiatzt schans aber nur, daß Sei mit senra Krokodilaugen und Bockfieß weiter kummen than, sist gschieht Jähne wos aonders!“

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