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[FL 12.34] Sehet, wenn ihr nun dieses erfasset, da werdet ihr auch wohl begreifen, daß der Ton ist wie die Pfeife, oder das Licht wie das Leben, und der Lohn wie die Arbeit, oder die Erkenntniß oder das Selbstbewußtsein des ewigen Lebens in sich, wie die That nach dem Worte, und wie der Berg, also dessen Krümme, oder wie geartet das Leben, so gestaltet auch der Pol desselben; und wie das Herz, also auch dessen Stimme, oder wie die Demuth im Herzen, also auch das lebendige Wort im selbem.

[ZS 6.9] und diese Armen sind erst dann außer aller Gefahr, wenn alle die Waare glücklich in's Schiff gebracht worden ist, woselbst dann natürlich die Karren wieder zurück genommen werden, statt der Kisten sich die Vögte darauf lagern, wo es dann zu ihrer Lustbarkeit und ihrem Vergnügen in beständigem Galop gehen muß, welches Schnellfuhrwerk sie mit ihrem Peitschengeschnalze gar wohl zu bewerkstelligen wissen.

[ZS 13.5] Es ist noch eine Frage in euch vorhanden, ob diejenigen Wesen, die unter den Lumpen verstanden werden, auch ein fortwährendes Selbstbewußtsein haben werden oder nicht? Ich aber sage euch: Die Frage beantwortet sich schon beinahe von selbst, da ihr doch unmöglich annehmen könnt, daß es in der Gottheit irgend einen sich unbewußten Punkt geben sollte.

[ZS 13.6] Diese Frage löset sich somit von selbst; aber eine Frage, ob dieses Sichselbstbewußtsein ein leidendes ist oder nicht? Sehet, das ist eine andere Frage. Um aber diese richtig zu verstehen, müßt ihr zuvor begreifen, daß jedes Bestreben, um sich selbst zu finden, ein gewisses Leiden in sich selbst nothwendig begreifen muß; nur hängt es jetzt einzig und allein von dem ab, ob dieses Leiden ein schmerzliches oder ein woblthuendes ist?

[ZS 13.7] Wenn dieses Leiden darin besteht, daß sich das Wesen in sich selbst immerwährend ergreift, und durch dieses Ergreifen sich zur Einheit immerwährend zu bilden bemühet ist, dann ist ein solches Leiden ein höchst wohlthuendes, und die Empfindung aus dem klarsten Selbstbewußtsein eine höchst beseligende.

[ZS 13.8] Wenn aber das Leiden oder die selbstbewußte Empfindung eines Wesens in sich ein zerreißendes und zerstörendes ist, dann ist es auch ein höchst schmerzliches, was ihr auch aus der Natur sehr leicht abnehmen könnt, wenn ihr nur je irgend eine entzündliche Krankheit beobachtet habt, welche in nichts Anderem besteht, als daß sich gewisse Theile im Körper mehr und mehr auszudehnen anfangen. Je heftiger ein solcher Act vor sich zu gehen anfängt, desto schmerzlicher wird er. Aus allem diesem geht dann heraus, daß der sich selbst bewußte wesenhafte Zustand des feuerverwandten Erzbösen ein eben auch höchst leidend schmerzlicher sein muß.

[SA 12.10] Und wenn sie die Milch von einer großen Kuh genießen wollen, da bleibt ihnen dann freilich nichts übrig, als sich in die Ebene zu ihren Anverwandten zu begeben, und allda entweder durch den Austausch von heilsamen Gebirgskräutern, oder durch irgend eine verrichtete Arbeit solche kostbare Milch gewisserart käuflich oder verdienstlich zu gewinnen. Da füllen sie dann die euch schon bekannten Gefäße an, und gehen oder fahren damit nach Hause. Ihr werdet euch wohl noch des schon vorhin erwähnten Wagens erinnern, der da auf eine leichte Art verfertigt wird aus der euch schon bekannten Bewässerungsfrucht, welcher Wagen dann bei den Bewohnern der Ebenen auch nicht selten das Gebirgsschiff genannt wird.

[SA 13.11] Unter den Muschelthieren ist alldort vorzugsweise die große blaue Riesenmuschel zu bemerken, welche nicht selten also groß wird, daß, wenn sie auf eurer Erde sich irgend in einem Meere befinden würde, so könnte sie mit allem Rechte für eine Insel von einem Flächenraume von 1 bis 1 1/2 Quadratmeilen gelten. Diese Muschel ist aber auch die letzte Stufe der Muscheln; ihr Tod ist eine Menge kleiner Schnecken, welche, sobald sie dann und wann um Nahrung zu nehmen sich in sie hineinbegeben, unsere arme Muschel von allen Seiten zu benagen anfangen. Wenn dann die Muschel auf diese Weise aufgezehrt wurde, so wird die Schale dann nicht selten bei Gelegenheit der Fluth und Ebbe entweder auf eine kleinere Insel oder auch an das uns schon bekannte Landesufer hinausgeworfen, allwann dann nicht selten die Bewohner des Saturnus herbeikommen, und solche für sie sehr kostbare Muscheln sammeln, und sie in ihre Gegenden bringen. Diese Muscheln werden dann gewöhnlich also in die Erde hinein befestigt, daß zwischen den beiden Muscheln, oder eigentlich den beiden Schalen der Muschel mehrere schon bekannte Regenbäume eingepflanzt werden, woselbst dann in diese weiten Muschel-Bassins das Baumregenwasser am allerwirthschaftlichsten aufgesammelt wird.

[GR 5.11] Das Geistige aber entspricht dann der lebendigen Freiheit Meiner eigenen Liebe selbst; und ist das, was da genannt wird die Gnade, oder das eigentliche Sichselbstbewußtsein jeder freien Wesenheit, die da entstammt dem freien Leben Meiner Liebe; und ist geistig vollkommen ebenbildlich mit ihr.

[GR 7.4] Sehet, gerade aus dem Grunde, als so Jemand auf der Erde, der da einen Schaden angerichtet hatte, oder im Augenblicke, als er den Schaden verüben wollte, gefangen wird, und ihm dann die Obrigkeit eine solche Besserungsstrafe auferlegt, dass er entweder den Schaden gutzumachen und nebstbei noch eine Reue oder Strafgeld zu entrichten hat für den bösen Willen.

[GR 8.12] Wenn ihr den Zug der Winde beachtet und namentlich derjenigen Winde, die von Nordosten herkommen, und zwar gewöhnlich um die Mitternachtsstunde, wie auch manchmal Abends ein oder zwei Stunden nach dem Untergange der Sonne, so dürftet ihr eine zweifache Bemerkung machen: Eine, die sich durch ein Erschauern kundgibt, und eine, welche einige Haustiere in Unruhe versetzt, und zwar namentlich vorzugsweise die Hunde, Hühner, Katzen, Schweine und Pferde. Wenn ihr solche Bemerkungen machet, da könnet ihr versichert sein, solche Erscheinungen rühren von diesen Luftgeistern her. Dieß sind jedoch Geister untergeordneter Art, oder wie ihr zu sagen pfleget, es sind dienstbare Geister.

[NS 10.17] Der A spricht: „Bruder! was meinst du, wird es geheuer sein, den Durchbruch abzuwarten? Wird er bloß in die Höhe ausbrechen, oder bemerkst du nicht, daß der erstbemerkte Kegel eine Neigung gegen unseren Standpunkt nimmt? —

[NS 14.26] Das ist sonach die ganze Einrichtung eines Hauses in der Sonne; nur müßt ihr euch dabei etwa nicht denken, als sei das etwa eine festbestimmte Form der Wohnhäuser in der Sonne. Im Allgemeinen der Einrichtung zwar wohl, auch im Baue der Häuser; aber was die einzelnen angegebenen Theile betrifft, so weichen diese in den Formen oft außerordentlich bedeutend von einander ab, wie auch in den Farben.

[NS 23.3] Giebt es denn in der Sonne keine sogenannten Dienstboten, als: Knechte und Mägde? — Solches ist in der Sonne, und namentlich auf diesem Gürtel durchaus nirgends der Fall; denn die Obersten alles Länderthums dieses weiten Sonnengürtels, wie auch alle Amtleute sind gewisserart Diener des freien Landvolkes, und selbst der alleroberste Priester steht alldort als ein Diener auf der untersten Stufe, daher auch sein Tempel und seine Wohnungen von der allereinfachsten und am wenigsten prachtvollsten Art sind. Dessen ungeachtet aber genießen sie dennoch die höchste Achtung beim Volke, und wenn ein solcher Oberpriester ein oder das andere Wohnhaus besucht, um demselben einen Dienst zu erweisen, wie auch einen oder den anderen Tempel in gleicher Absicht, so wird er aber dennoch trotz aller seiner glanzlosen Einfachheit also empfangen, als wenn irgend ein Engel des Himmels dahin käme. Dieser Diener verlangt zwar nie von Jemandem eine Aufmerksamkeit; im Gegenteile bittet er Jedermann, ihn mit was immer für einer Auszeichnung zu verschonen, indem er durchaus kein Herr, sondern im vollkommensten Sinne des Wortes und der Bedeutung ein Diener Aller ist. Aber diese Entschuldigung thut der Sache durchaus keinen Eintrag, sondern begünstiget sie vielmehr. —

[NS 23.16] Seht, also sind die Verhältnisse zwischen dem Hausherrn und dem Diener bestellt; denn in der Sonne braucht kein Hausvater irgend einen andern Dienstboten, als was zu allermeist das geistige Bedürfniß betrifft.

[NS 36.19] Die Brust der Weiber ist vollkommen rund, und sitzt also am Brustblatte wie etwa zwei große Halbkugeln, welches dort für das Allerschönste gehalten wird.

[GS 1.3.11] Wem entspricht denn das zweite Rad von gleicher Bewegung, welches mit dem Federrade mittelst einer Kette verbunden ist? – Dieses Rad entspricht der Weisheit, welche aus der Liebe ihr Leben empfängt, und somit auch mit derselben in engster Verbindung steht. – Wem entspricht das Hauptcentralspindelrad? – Der ewigen Ordnung, welche aus den erstbenannten zwei Rädern lebendig hervorgeht, und das ganze Werk in all’ seinen Theilen also einrichten läßt, daß endlich Alles sich zur Erreichung desjenigen Hauptzweckes fügen muß, der sich aus der Liebe und Weisheit eben in dieser Ordnung ausspricht. – Sehet, jetzt haben wir schon das Ganze; das Spindelrad ist gefunden – denn es heißt die Ordnung, und auf dieser Spindel wollen wir demnach auch aufwärts klettern, und endlich erschauen die große endliche Bestimmung der Dinge, wie sich dieselbe genau entsprechend ausspricht der ewigen Liebe, Weisheit und der aus diesen Zweien hervorgehenden Ordnung gemäß.

[GS 1.8.10] Aber ihr fraget nun wieder: Sind diejenigen Geister, die wir da geschaut haben und noch schauen aus der Sphäre unseres gastlich dienstbaren Geistes, auch wirklich selbstständige Geister, oder sind sie bloß nur Erscheinlichkeiten, die in solchen Aus- und Wiederstrahlungen der wirklichen Geister ihren Grund haben? – Ich sage euch: Sie sind Beides zugleich. – Ihr verwundert euch über diese Antwort; allein in dem Reiche der Geister ist es einmal nicht anders, weil in selbem Alles lebendig wesenhaft bedingt ist.

[GS 1.14.16] Es braucht kaum näher bestimmt zu werden, daß die erstbesprochene Bahn das Hierarchenthum, die zweite die griechische Kirche, die dritte die protestantische, die vierte die englische Kirche bezeichnet; und daß die anderen Bahnen noch verschiedene andere Secten bezeichnen. Wann ihr nun Solches auch wisset, so wißt ihr somit auch Alles, was da dieses Bild bezeichnet; – und so ihr es recht beachtet, da wird euch wieder noch eine bedeutendere und größere Löse dessen werden, was ihr geschaut habet in der Sphäre des sechsten Geistes. – Nächstens das vierte Bild; und somit gut für heute!

[GS 1.15.23] Aber sehet, nun merken es die Wasserradinteressenten, und schreien Zeter auf ihren Wasserradgerüstbühnen! Aber es nützt nichts; sie treiben das alte Wasserrad kräftig herum, aber es fliegt auch eine morsche Schaufel um die andere hinweg. Die Oberfläche des Wassers an den Ufern herum ist voll leerer Kähne; Alles, was nur Füße hat, drängt sich hinaus zum großen lebendigen Gewässer; nur die Wasserradinteressenten sitzen jetzt, wie ihr zu sagen pflegt, im Pfeffer und im eigenen Schlamme! – Einige ergreifen die schlechten abgebrochenen Schaufeln vom Rade, und schwimmen selbst so gut es nur immer gehen kann, hinaus an’s glückselige Ufer; – nur für die Hauptinteressenten wird am Ende schier kein Rettungsmittel übrig bleiben; denn die Kähne haben sie alle an’s Ufer getrieben, und Niemand will ihnen einen zusteuern, auf daß sie sich auf demselben an’s Ufer retten möchten. Ihr Gewässer wird gewaltig stinkend, und das lebende Gewässer will sich nicht hinein ergießen.

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