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Kapitel 1 Schrifttexterklärungen

14. Wer da eine gute Baustelle und Material dazu hat, der warte nicht, bis er einen überflüssigen Haufen Baumaterials eher zusammen bekomme, von dem er dann erst sein Haus zu bauen anfangen möchte; denn er wird sich mit dem großen Haufen Baumaterials am Ende den ganzen Bauplatz voll anfüllen;

15. und so dann der Baumeister kommen und ihn fragen wird: Freund, an welcher Stelle willst du denn das Haus aufgeführt haben? – Was wird er ihm dann entgegnen? – Eher nichts Anderes, als: Allda Freund, wo der große Haufen des Baumaterials liegt;

16. und der Baumeister wird zu ihm sagen: Warum ließest du denn dieses Material am Bauplatze zuvor aufhäufen, bevor wir den Plan gemacht und den Grund gegraben haben? – Willst du nun das Haus auf dieser Stelle haben, so mußt du all’ dieses Material zuvor zur Seite schaffen und den Platz ganz frei machen; dann erst werde ich kommen, werde den Platz ausmessen, den Plan entwerfen, darnach den Grund graben lassen, und am Ende erst das Material prüfen, ob es durchaus zur Erbauung deines Hauses taugt.

17. Sehet, aus diesem Gleichnisse könnet ihr schon ziemlich klar entnehmen, wie wenig Jemanden eine große Belesenheit nützt, wenn er mit derselben nicht in der wahren Ordnung fortschreitet.

18. Worin aber besteht diese wahre Ordnung? Diese wahre Ordnung besteht ganz einfach darin, daß ein Jeder eine jede neue Ladung oder Ueberkommung des Materials alsogleich zu einem Wohngebäude zu ordnen anfängt, und greift nicht eher nach einer zweiten Ladung, als bis er die erste verarbeitet hat. – – Auf diese Weise wird er in seinem Baue rasch vorwärts schreiten, und wird um denselben immer genug freien Raumes haben, auf welchem er in guter Ordnung ein hinlängliches neues Baumaterial aufschichten kann.

19. Auf Deutsch und ganz verständlich gesagt aber besteht diese Ordnung darin, daß Jeder nach dem Gelesenen sogleich thätig werde, und sein Leben darnach einrichte; so wird ihm das Gelesene nützen, im Gegentheile aber schaden; denn Jeder sei nicht nur ein purer Hörer des Wortes, sondern ein Thäter desselben. –

20. Nächstens der Erinnerungen mehr! –

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